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	<title>Kompasszeit</title>
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	<description>Ein Blog über psychische Gesundheit, Selbstliebe, Selbstfürsorge und das Finden des inneren Kompasses.</description>
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	<title>Kompasszeit</title>
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		<title>Warum Kompasszeit derzeit ruht&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Annette (KompassZeit)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Dec 2024 10:35:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zwischenzeilen]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfürsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://kompasszeit.de/warum-kompasszeit-derzeit-ruht">Warum Kompasszeit derzeit ruht&#8230;</a> erschien zuerst auf <a href="https://kompasszeit.de">Kompasszeit</a>.</p>
<p>2019 erkrankte ich an Depressionen und &#8222;Kompasszeit&#8220; sollte mir dabei helfen, gesund zu werden bzw. gesund zu bleiben.Fünf Jahre ist das nun her. Und es geht mir gut. Ich denke, es geht mir gut, weil ich &#8211; im Rahmen meiner Therapie &#8211; alles in meinem Leben auf den Prüfstand gestellt habe. Und mich am Ende dafür entschied, ein anderes Leben als das bisherige führen zu wollen. Also habe ich nicht nur meine &#8222;Karriere&#8220; an den Nagel gehängt, ich zog auch von Hamburg in ein kleines hessisches Dorf. Ein altes Fachwerkhaus ist nun mein Zuhause &#8211; statt einer 2,5-Zimmer-Wohnung in einer lauten Straße. Meine Katzen sind gestorben und stattdessen habe ich nun einen Hund. Es ist alles anders als noch vor einigen Jahren. Nicht immer leicht, aber die zweite depressive Phase habe ich als Warnschuss angesehen. Denn mit jeder Phase steigt das Risiko für eine weitere. Also habe ich mir die Frage gestellt:Wer will ich sein?Was will ich wirklich von meinem Leben?Was muss ich tun (oder lassen), damit ich gesund bleibe? Ich wollte mehr Ruhe und Natur. Ich wollte keine Arbeit mehr, die mir absolut keinen Spaß bringt. Während ich das schreibe, zwitschern übrigens sehr, sehr viele Spatzen in dem Busch vor meinem Haus&#8230;Ich will gut auf mich achtgeben. Ich will gut zu mir sein.Und ich will schreiben! Ein Roman! Ein Roman? Ja, ein Roman! Es gibt inzwischen eine zweite Seite von mir: www.czaika-haas.comDort finden sich alle Informationen zu meinem zweiten Leben als Autorin.Im Frühjahr wird mein Roman erscheinen. Er hat nichts &#8211; na ja, wenig &#8211; mit Selbstfürsorge zu tun. Ein wenig schon, denn die Protagonistin Bärbel hat darüber einiges zu lernen. Aber in erster Linie ist es ein Krimi, ein Cosy Krimi, der in meiner neuen hessischen Heimat spielt. Der Titel: &#8222;Alte Sünden, frische Eier&#8222;Haltet im Frühjahr 2025 bei Amazon Ausschau danach. Und bis dahin folgt auch gerne meiner &#8222;Schwesterseite&#8220;. Liebe GrüßeAnnette</p>
<p>Weitere interessante Beiträge findest du auf <a href="https://kompasszeit.de">Kompasszeit</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://kompasszeit.de/warum-kompasszeit-derzeit-ruht">Warum Kompasszeit derzeit ruht&#8230;</a> erschien zuerst auf <a href="https://kompasszeit.de">Kompasszeit</a>.</p>
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<p>2019 erkrankte ich an Depressionen und &#8222;Kompasszeit&#8220; sollte mir dabei helfen, gesund zu werden bzw. gesund zu bleiben.<br>Fünf Jahre ist das nun her. Und es geht mir gut. <br>Ich denke, es geht mir gut, weil ich &#8211; im Rahmen meiner Therapie &#8211; alles in meinem Leben auf den Prüfstand gestellt habe. Und mich am Ende dafür entschied, ein anderes Leben als das bisherige führen zu wollen. Also habe ich nicht nur meine &#8222;Karriere&#8220; an den Nagel gehängt, ich zog auch von Hamburg in ein kleines hessisches Dorf. Ein altes Fachwerkhaus ist nun mein Zuhause &#8211; statt einer 2,5-Zimmer-Wohnung in einer lauten Straße. Meine Katzen sind gestorben und stattdessen habe ich nun einen Hund. Es ist alles anders als noch vor einigen Jahren. Nicht immer leicht, aber die zweite depressive Phase habe ich als Warnschuss angesehen. Denn mit jeder Phase steigt das Risiko für eine weitere. <br><br>Also habe ich mir die Frage gestellt:<br>Wer will ich sein?<br>Was will ich wirklich von meinem Leben?<br>Was muss ich tun (oder lassen), damit ich gesund bleibe?<br><br>Ich wollte mehr Ruhe und Natur. Ich wollte keine Arbeit mehr, die mir absolut keinen Spaß bringt. <br>Während ich das schreibe, zwitschern übrigens sehr, sehr viele Spatzen in dem Busch vor meinem Haus&#8230;<br>Ich will gut auf mich achtgeben. Ich will gut zu mir sein.<br>Und ich will schreiben!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Roman! Ein Roman? Ja, ein Roman!</h2>



<p>Es gibt inzwischen eine zweite Seite von mir: <a href="http://www.czaika-haas.com">www.czaika-haas.com</a><br>Dort finden sich alle Informationen zu meinem zweiten Leben als Autorin.<br>Im Frühjahr wird mein Roman erscheinen. Er hat nichts &#8211; na ja, wenig &#8211; mit Selbstfürsorge zu tun. Ein wenig schon, denn die Protagonistin Bärbel hat darüber einiges zu lernen. Aber in erster Linie ist es ein <strong>Krimi</strong>, ein Cosy Krimi, der in meiner neuen hessischen Heimat spielt. <br>Der Titel: &#8222;<strong>Alte Sünden, frische Eier</strong>&#8222;<br>Haltet im Frühjahr 2025 bei Amazon Ausschau danach. Und bis dahin folgt auch gerne meiner &#8222;Schwesterseite&#8220;.<br><br>Liebe Grüße<br>Annette</p>



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		<title>Abwehrmechanismen erkennen: das automatische Augenrollen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Annette (KompassZeit)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jan 2021 16:43:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Achtsamkeit & Selbstfürsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsterfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzen setzen]]></category>
		<category><![CDATA[innere Glaubenssätze]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstüberzeugungen]]></category>
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<p>Meine inneren Abwehrmechanismen funktionieren leider manchmal fast ganz automatisch. Ich konnte das erst an Weihnachten wieder an mir beobachten:Eine Freundin schickte mir Nachrichten zu einem Rauhnächte-Ritual. Ich klickte auf die Links und spürte beinahe sofort das automatische Augenrollen. „Wieder so ein esoterischer Quatsch,“ schoss es mir durch den Kopf.Zur Erläuterung: Unter „esoterischem Quatsch“ ist bei mir alles zusammengefasst, was ich als unerwachsen, kindisch und unvernünftig klassifiziere. Angefangen von Schüßlersalzen, Gefühle malen oder tanzen, Quantenheilung, schamanistische Rituale bis hin zu Räucherstäbchen und Glückskeksen. Für solche Art von „Quatsch“ bin ich auf jeden Fall zu alt, zu klug und zu vernünftig. Ja, das Schlüsselwort ist in der Tat auch immer wieder: vernünftig. Und ja, meine automatischen Abwehrmechanismen gehen im Einzelfall auch soweit, dass ich zu einem wahlweise oberlehrerhaften oder überheblichen Verhalten tendiere.Das macht aber auch schmerzhaft deutlich, dass dieser „esoterische Quatsch“ als eine Bedrohung angesehen wird für meine tief liegenden inneren Überzeugungen. Bedrohungen erkennen Woran erkenne ich das? Die Antwort ist recht einfach. Es könnte mir ansonsten völlig egal sein. Es bräuchte weder das automatische Augenrollen, noch müsste ich es „esoterischer Quatsch“ nennen. Ich könnte den Menschen, die an solchen Dingen gefallen finden, mit absoluter Neutralität gegenübertreten. „Jedem Tierchen sein Pläsierchen“ – pflegte meine Oma immer zu sagen. Was juckt mich das Interesse der anderen. Wenn mir jemand Nachrichten in diese Richtung schickt, könnte ich mich höflich bedanken und sagen, dass ich kein Interesse habe. Mehr noch, ich würde mich vielleicht einfach freuen, dass jemand anderes dadurch Freude oder Hilfe oder einfach nur eine gute Zeit hat. Punkt.Ich aber rolle mit den Augen. Ich bewerte und ja, ich be- und verurteile auch. Und manchmal geschieht das in Bruchteilen einer Sekunde. Abwehrmechanismen sind oft schon längst im Unterbewusstsein angekommen. Daher bemerken wir sie oft nicht einmal. Wir kommen ihnen mit Achtsamkeit wieder auf die Spur. (Übrigens auch ein Begriff, der früher Augenrollen bei mir ausgelöst hat.) Es ist das Augenrollen, auch das innere, dass mich auf die Spur führt. Das beinahe automatische tief einatmen oder seufzen. Das Gefühl von Genervtheit. Manchmal auch das Lächeln, dass in Wirklichkeit ein Belächeln ist. Es sind kurze Bemerkungen, die mir entfahren: „ach du meine Güte“.Es geht auch offensiver: vor Büchern oder Dingen zu solchen Themen stehen und laut sagen „wer kauft sich denn so einen Quatsch?“ „Wie gut, dass ich nicht so verzweifelt bin, dass ich so etwas brauche.“Seien wir ehrlich: unsere Abwehrmechanismen können die fiesesten Seiten an uns zum Vorschein bringen. Was wehre ich ab? In diesem Beispiel habe ich eigentlich recht schnell herausgefunden, was ich da in Wirklichkeit abwehre. Vermutlich weil ich dank Therapie ganz gut im Training bin mich selbst zu fragen: was tust du da eigentlich?Ich wehre die Unvernunft, das vermeintlich Kindische ab. Meine stärksten inneren Überzeugungen drehen sich um „Sei vernünftig!“. Hör auf deinen Kopf, überleg dir alles gut, sei erwachsen, sei nicht zu kindisch, was denken bloß die anderen, sei erwachsen. Frei nach dem Motto „als ich erwachsen wurde, tat ich ab was kindlich war“.Das Problem dabei ist, dass einerseits oft ganz deutlich festgelegt ist, was vernünftig ist und was nicht. Das wiederum schließt ebenso häufig Dinge ein, die wir nur aus einem Zweck tun: weil sie Spaß oder Freude bringen. Und das dürfen sie auch. Die Anteile in uns, die man dem inneren Kind zuschreiben könnte, leben geradezu von diesen Dingen. Von dem vermeintlich Unvernünftigen, dem was einfach nur Spaß bringt.Auch dieses Konzept von „innerem Kind“ war mir am Anfang mehr als fremd. Wenn man sich von klein an soviel Mühe gibt erwachsen zu sein, dann will man nicht mit über 40 plötzlich wieder ein inneres Kind haben. „Was für ein Quatsch!“ Wie komme ich Abwehrmechanismen auf die Spur? Ehrliche Fragen an sich selbst können ein Anfang sein: Warum stört mich das so? Warum finde ich es lächerlich? Wieso stört es mich sogar, wenn andere das tun/glauben/anwenden? Was würde passieren, wenn ich das auch tue? Mein Beispiel ist natürlich nur das: ein Beispiel. Aber ich glaube, dass im Kern die Abwehrmechanismen oft die selben sind, egal wovon sie ausgelöst werden. Denn ich stelle immer wieder auch fest: je weniger sich jemand bedroht fühlt, je in sich ruhender und selbstakzeptierender ein Mensch ist, desto weniger bewertend oder beurteilend ist derjenige gegenüber anderen. Denn dann brauchen wir weder die innere noch äußere Abgrenzung zu den Anderen. Wir müssen uns nicht besser dadurch fühlen, dass wir unter unseren Füßen ein kleines Podest bauen mit der Aufschrift „So bin ich nicht“ und dann auf denjenigen, der anders ist, herunterschauen. Abwehrmechanismen durchschauen und aufgeben Ich traf an Weihnachten eine kleine, aber feine Entscheidung: ich las mir die Texte zu den Rauhnächten durch und entschied: mach ich mal mit. Ich guck mir einfach an, wie das ist. Ob ich es wirklich blöd finde und albern. Ich schrieb also 13 Wünsche auf und stellte mich jede Nacht auf den Balkon und verbrannte einen davon.Es gefiel mir. Denn es gefiel meinem inneren Kind. Es wäre auch vor 30 Jahren etwas gewesen, was mir als „echtes“ Kind gefallen hätte. Denn als Kind war ich immer neugierig und ich liebte kleine und große Abenteuer. Ich hätte mich als Kind nicht gefragt, ob das wirklich funktioniert oder ob das Quatsch ist. Das hätte gar keine große Rolle gespielt. Es wäre auch damals ein kleines bisschen aufregend gewesen und damals wie heute hätte ich gedacht: wäre doch total cool, wenn das Universum jetzt wirklich meine Wünsche weiß. Die Freude und der Spaß liegen im Augenblick. Das Abenteuer war nur ein winziges, aber es war eines.Vermutlich werde ich dennoch hin und wieder mit den Augen rollen. Wenn Menschen im Park irgendwelche Übungen machen beispielsweise, kann ich das auch gut. Oder wenn sie laut und ausgelassen sind und mich einladen mitzumachen, dann ist meine erste Antwort oft auch: „Nee, das ist mir zu albern.“ Aber hin und wieder, immer öfter, werde ich mich vielleicht auch mal einlassen. Nur um zu wissen, wie es ist. Und dann entscheiden zu können, ohne dass es automatisch passiert. Der dreizehnte Zettel blieb am Ende wie geplant übrig. Es ist der Wunsch, um den man sich selbst besonders kümmern soll. Bei mir blieb folgender übrig: Ich versöhne mich mit meinem inneren Kind. Das ist ein wahres Erlebnis, nicht etwas Ausgedachtes. Aber in dieses „Ergebnis“ eine Botschaft des Universums hineinzulesen, wäre natürlich trotzdem vollkommener Quatsch. Oder? Schreib mir doch gerne in die Kommentare, bei welchen Abwehrmechanismen Du Dich schon ertappt hast und wie Du damit umgehst.Folge mir auch gern auf Instagram oder Facebook! Diesen und weitere Beiträge kannst Du auch hier kostenlos als PDF downloaden.</p>
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<p>Meine inneren Abwehrmechanismen funktionieren leider manchmal fast ganz automatisch. Ich konnte das erst an Weihnachten wieder an mir beobachten:<br>Eine Freundin schickte mir Nachrichten zu einem Rauhnächte-Ritual. Ich klickte auf die Links und spürte beinahe sofort das automatische Augenrollen. „Wieder so ein esoterischer Quatsch,“ schoss es mir durch den Kopf.<br>Zur Erläuterung: Unter „esoterischem Quatsch“ ist bei mir alles zusammengefasst, was ich als unerwachsen, kindisch und unvernünftig klassifiziere. Angefangen von Schüßlersalzen, Gefühle malen oder tanzen, Quantenheilung, schamanistische Rituale bis hin zu Räucherstäbchen und Glückskeksen. Für solche Art von „Quatsch“ bin ich auf jeden Fall zu alt, zu klug und zu vernünftig. Ja, das Schlüsselwort ist in der Tat auch immer wieder: vernünftig. Und ja, meine automatischen Abwehrmechanismen gehen im Einzelfall auch soweit, dass ich zu einem wahlweise oberlehrerhaften oder überheblichen Verhalten tendiere.<br>Das macht aber auch schmerzhaft deutlich, dass dieser „esoterische Quatsch“ als eine Bedrohung angesehen wird für meine tief liegenden inneren Überzeugungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bedrohungen erkennen</h2>



<p>Woran erkenne ich das? Die Antwort ist recht einfach. <strong>Es könnte mir ansonsten völlig egal sein</strong>. Es bräuchte weder das automatische Augenrollen, noch müsste ich es „esoterischer Quatsch“ nennen. Ich könnte den Menschen, die an solchen Dingen gefallen finden, mit absoluter Neutralität gegenübertreten. „Jedem Tierchen sein Pläsierchen“ – pflegte meine Oma immer zu sagen. Was juckt mich das Interesse der anderen. Wenn mir jemand Nachrichten in diese Richtung schickt, könnte ich mich höflich bedanken und sagen, dass ich kein Interesse habe. Mehr noch, ich würde mich vielleicht einfach freuen, dass jemand anderes dadurch Freude oder Hilfe oder einfach nur eine gute Zeit hat. Punkt.<br>Ich aber rolle mit den Augen. Ich bewerte und ja, ich be- und verurteile auch. Und manchmal geschieht das in Bruchteilen einer Sekunde. Abwehrmechanismen sind oft schon längst im Unterbewusstsein angekommen. Daher bemerken wir sie oft nicht einmal. Wir kommen ihnen mit <strong>Achtsamkeit</strong> wieder auf die Spur. (Übrigens auch ein Begriff, der früher Augenrollen bei mir ausgelöst hat.) Es ist das Augenrollen, auch das innere, dass mich auf die Spur führt. Das beinahe automatische tief einatmen oder seufzen. Das Gefühl von Genervtheit. Manchmal auch das Lächeln, dass in Wirklichkeit ein Belächeln ist. Es sind kurze Bemerkungen, die mir entfahren: „ach du meine Güte“.<br>Es geht auch offensiver: vor Büchern oder Dingen zu solchen Themen stehen und laut sagen „wer kauft sich denn so einen Quatsch?“ „Wie gut, dass ich nicht so verzweifelt bin, dass ich so etwas brauche.“<br>Seien wir ehrlich: unsere Abwehrmechanismen können die fiesesten Seiten an uns zum Vorschein bringen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was wehre ich ab?</h2>



<p>In diesem Beispiel habe ich eigentlich recht schnell herausgefunden, was ich da in Wirklichkeit abwehre. Vermutlich weil ich dank Therapie ganz gut im Training bin mich selbst zu fragen: was tust du da eigentlich?<br>Ich wehre die Unvernunft, das vermeintlich Kindische ab. Meine stärksten inneren Überzeugungen drehen sich um „Sei vernünftig!“. Hör auf deinen Kopf, überleg dir alles gut, sei erwachsen, sei nicht zu kindisch, was denken bloß die anderen, sei erwachsen. Frei nach dem Motto „als ich erwachsen wurde, tat ich ab was kindlich war“.<br>Das Problem dabei ist, dass einerseits oft ganz deutlich festgelegt ist, was vernünftig ist und was nicht. Das wiederum schließt ebenso häufig Dinge ein, die wir nur aus einem Zweck tun: weil sie Spaß oder Freude bringen. Und das dürfen sie auch. Die Anteile in uns, die man dem inneren Kind zuschreiben könnte, leben geradezu von diesen Dingen. Von dem vermeintlich Unvernünftigen, dem was einfach nur Spaß bringt.<br>Auch dieses Konzept von „<strong>innerem Kind</strong>“ war mir am Anfang mehr als fremd. Wenn man sich von klein an soviel Mühe gibt erwachsen zu sein, dann will man nicht mit über 40 plötzlich wieder ein inneres Kind haben. „Was für ein Quatsch!“<br></p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie komme ich Abwehrmechanismen auf die Spur?</h2>



<p>Ehrliche Fragen an sich selbst können ein Anfang sein:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Warum stört mich das so?</li><li>Warum finde ich es lächerlich?</li><li>Wieso stört es mich sogar, wenn andere das tun/glauben/anwenden?</li><li>Was würde passieren, wenn ich das auch tue?</li></ul>



<p>Mein Beispiel ist natürlich nur das: ein Beispiel. Aber ich glaube, dass im Kern die Abwehrmechanismen oft die selben sind, egal wovon sie ausgelöst werden. Denn ich stelle immer wieder auch fest: <strong>je weniger sich jemand bedroht fühlt, je in sich ruhender und selbstakzeptierender ein Mensch ist, desto weniger bewertend oder beurteilend ist derjenige gegenüber anderen. </strong>Denn dann brauchen wir weder die innere noch äußere Abgrenzung zu den Anderen. Wir müssen uns nicht besser dadurch fühlen, dass wir unter unseren Füßen ein kleines Podest bauen mit der Aufschrift „So bin ich nicht“ und dann auf denjenigen, der anders ist, herunterschauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Abwehrmechanismen durchschauen und aufgeben</h2>



<p>Ich traf an Weihnachten eine kleine, aber feine Entscheidung: ich las mir die Texte zu den Rauhnächten durch und entschied: mach ich mal mit. Ich guck mir einfach an, wie das ist. Ob ich es wirklich blöd finde und albern. Ich schrieb also 13 Wünsche auf und stellte mich jede Nacht auf den Balkon und verbrannte einen davon.<br>Es gefiel mir. Denn es gefiel meinem inneren Kind. Es wäre auch vor 30 Jahren etwas gewesen, was mir als „echtes“ Kind gefallen hätte. Denn als Kind war ich immer neugierig und ich liebte kleine und große Abenteuer. Ich hätte mich als Kind nicht gefragt, ob das wirklich funktioniert oder ob das Quatsch ist. Das hätte gar keine große Rolle gespielt. Es wäre auch damals ein kleines bisschen aufregend gewesen und damals wie heute hätte ich gedacht: wäre doch total cool, wenn das Universum jetzt wirklich meine Wünsche weiß. Die Freude und der Spaß liegen im Augenblick. Das Abenteuer war nur ein winziges, aber es war eines.<br>Vermutlich werde ich dennoch hin und wieder mit den Augen rollen. Wenn Menschen im Park irgendwelche Übungen machen beispielsweise, kann ich das auch gut. Oder wenn sie laut und ausgelassen sind und mich einladen mitzumachen, dann ist meine erste Antwort oft auch: „Nee, das ist mir zu albern.“ Aber hin und wieder, immer öfter, werde ich mich vielleicht auch mal einlassen. Nur um zu wissen, wie es ist. Und dann entscheiden zu können, ohne dass es automatisch passiert.</p>



<p>Der dreizehnte Zettel blieb am Ende wie geplant übrig. Es ist der Wunsch, um den man sich selbst besonders kümmern soll. Bei mir blieb folgender übrig:<br><br><em>Ich versöhne mich mit meinem inneren Kind.</em><br><br>Das ist ein wahres Erlebnis, nicht etwas Ausgedachtes. Aber in dieses „Ergebnis“ eine Botschaft des Universums hineinzulesen, wäre natürlich trotzdem vollkommener Quatsch. Oder?</p>



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<p>Schreib mir doch gerne in die Kommentare, bei welchen Abwehrmechanismen Du Dich schon ertappt hast und wie Du damit umgehst.<br><em>Folge mir auch gern auf <a href="https://www.instagram.com/kompasszeit/">Instagram</a> oder <a href="http://www.facebook.com/kompasszeit">Facebook</a>!</em><br><br>Diesen und weitere Beiträge kannst Du auch <a href="https://kompasszeit.de/downloads" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> kostenlos als PDF downloaden.</p>



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		<title>Selbstabwertungen erkennen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Annette (KompassZeit)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Dec 2020 08:41:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Achtsamkeit & Selbstfürsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstliebe]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstmitgefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwert]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://kompasszeit.de/selbstabwertungen-erkennen">Selbstabwertungen erkennen</a> erschien zuerst auf <a href="https://kompasszeit.de">Kompasszeit</a>.</p>
<p>Die Art und Weise, in der wir über uns selbst denken oder sprechen, prägt das Bild, das wir von uns haben. Und je negativer das ausfällt, desto mehr sollten wir uns auch gezielt auf die Suche nach Selbstabwertungen begeben. Denn wer sich selbst ständig und übertrieben selbst abwertet, wird es schwer haben sich zu mögen oder gar Selbstliebe zu entwickeln. Dazu gehört auch vor sich selbst Respekt zu haben und sich nicht Dinge zu sagen, die man auch jemand anderem nicht sagen würde. Im Beitrag &#8222;Warum wir netter zu uns selbst sein sollten&#8220; hatte ich dazu bereits einmal etwas geschrieben. Ich greife das Thema auf, weil viele Menschen hart zu sich sind und es oft nicht einmal merken. Und auch weil meine inneren Gremlins (psychologisch korrekter: strenge Elternanteile) sehr aktiv werden können, wenn sie glauben, sie wären unbeobachtet.Dass muss gar nicht immer in innere Beschimpfungen ausarten, also nicht so etwas wie „ich bin aber auch blöd”. Oft sind unsere inneren Gremlins bei den Selbstabwertungen viel geschickter. Eine Auswahl, die auch Dir dabei helfen soll, etwas achtsamer bei deinen inneren Dialogen zu sein: 1. Selbstabwertungen in Fragen Gremlins stellen manchmal vermeintlich unschuldige Fragen: Wieso schaffst Du das eigentlich nicht? Wieso kriegst du das nicht hin? Wieso kriegen eigentlich die anderen das hin? Die offensichtlich bösen Varianten davon wären: Bist du zu blöd?Eigentlich ist das wenig subtil, denn der Gremlin erwartet keine seriöse Antwort. Er erwartet nicht, dass man sagt: Ich lerne das noch, das funktioniert vielleicht erst beim zweiten Versuch. Er erwartet eigentlich keine Antwort, sondern was er möchte ist Druck erzeugen. Der Gremlin stellt die Weichen dafür, dass wir etwas beweisen wollen und uns beim Scheitern schlecht fühlen.Mein Tipp: Entweder Gegenfragen stellen (Muss ich das denn hinkriegen? Ist es wirklich so schlimm, wenn es mir nicht gelingt?) oder ihn tatsächlich bewusst mit durchdachten, selbstfreundlichen Antworten kontern (Ich weiß, dass du möchtest, dass ich mich schlecht fühle, aber dafür gibt es aus XY Gründen keinen Grund. Ich nehme mir die Zeit, die ich brauche und möchte, dass du die Klappe hältst) 2. Selbstabwertung im Nebensatz Gemeint sind hier nicht wirklich Nebensätze &#8211; kann aber auch vorkommen &#8211; sondern die kleinen Spitzen, die wir uns selbst manchmal entgegen schleudern. „Ich schon wieder!” „Typisch!” Auch das kurze Seufzen, wenn wir in den Spiegel gucken. So etwas entfährt uns meistens, zahlt aber auch auf das „Sich-nicht-leiden-können”-Konto ein. 3. Selbstabwertungen, die sich als Bescheidenheit verkleiden Ladies, das geht vor allem an euch, auch wenn ich sicher bin, dass viele Männer das auch gut können. Aber Frauen werden mehr noch zur Bescheidenheit erzogen. Das führt dann gerne mal dazu, dass Komplimente beantwortet werden mit: „Ach, das ist doch nichts.” „Das olle Kleid, das habe ich schon ewig.” „Dieses Jahr sind mir die Kekse leider nicht so gut gelungen.” „Das ist mir ganz leichtgefallen.” „Andere machen das mindestens genauso gut.”Bist du auch gut darin Freundlichkeiten aus dem Weg zu gehen und sie ab zu tun? Achte mal drauf. Mein Tipp: Ein Kompliment annehmen und wirken lassen ist nicht dasselbe wie Angeben. Wem es schwer mit seinen Pfunden zu wuchern, kann zumindest üben einfach „Danke” zu sagen. Lächeln nicht vergessen. Wer es mit einem besonders schlimmen Gremlin zu tun hat, versucht Komplimente speziell für ihn zu sammeln. Wenn er dann beispielsweise ein paar Tage später schlechtes über die Weihnachtskekse sagt, dann kann man antworten: Heinz, Susanne oder Helga haben sie aber geschmeckt!(PS: anderen Menschen Komplimente zu machen, macht es deren Gremlins übrigens auch schwerer. Also ruhig uneigennützig großzügig sein.) 4. Selbstabwertungen an Verallgemeinerungen erkennen Sätze die mit „Ich bin immer…” „ständig muss ich…” „ich bin wirklich” haben eine sehr große Tendenz in eine Abwertung zu münden. Oder wann hast du das letzte Mal zu dir gesagt „ich bin immer so schön” „ich bin immer so klug” „ich bin wirklich toll”? Nein? Eben. Achte auf Sätze, die so beginnen. Es sind Sätze, die in Streitereien andere Mensch ebenfalls schnell aufregen. „Du bist immer so unordentlich.” Wenn wir andere Menschen damit schon ärgern und in eine Abwehrhaltung treiben können, warum glauben wir, dass uns selbst solche Sätze nichts ausmachen? Ganz generell sollten wir mit Verallgemeinerungen vorsichtig sein und genau darauf achten, wie wir mit uns selbst umgehen. Das heißt nicht, dass wir uns nicht auch mal über uns selbst ärgern dürfen.Aber eine schlechte Tat macht noch keinen schlechten Menschen. Etwas Dummes machen, heißt noch lange nicht dumm zu sein. Einen Fehler zu machen, heißt nicht ein Fehler zu sein. Etwas in diesem Moment nicht zu schaffen, heißt nicht es niemals zu schaffen. Sich schlecht zu fühlen heißt nicht schlecht zu sein. Zum Abschluss noch einige Beispielsätze, die etwas netter und hilfreicher für euch sein könnten und die ihr den Gremlins entgegen stellen könnt: Ich kann immer noch dazu lernen Fehler sind menschlich Ich versuche es morgen noch einmal Das ist mir nicht gut gelungen, aber vielleicht wird es beim nächsten Mal besser Ich habe nicht alles geschafft, aber ich habe mir Mühe gegeben Das passiert anderen doch auch Wenn ich es nicht schaffe, ist das nicht schlimm. Ich kann es wieder versuchen.(Vielleicht wäre auch das downloaden der zehn Selbstaffirmationen etwas für Dich: &#60;klick>) Ich kämpfe selbst auch immer noch und immer wieder mit und gegen Selbstabwertungen. Mein Gremlin fragt gerade in dieser Woche zu allen möglichen Gelegenheiten: „Warum kriegst du das eigentlich nicht einfach hin?” Bedeutungsschwanger hebt er auch manchmal die Augenbraue und fügt hinzu: „Andere schaffen das doch auch.”Lieber Gremlin: Ich bin nicht andere. Andere schaffen vielleicht anderes nicht so einfach. Und einfach ist sowieso ganz schön relativ. Also halt doch einfach die Klappe! Woran erkennst Du Selbstabwertungen und wie gehst Du damit um? Schreib es mir in die Kommentare!Folge mir auch gern auf Instagram oder Facebook!</p>
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<p>Die Art und Weise, in der wir über uns selbst denken oder sprechen, prägt das Bild, das wir von uns haben. Und je negativer das ausfällt, desto mehr sollten wir uns auch gezielt auf die Suche nach Selbstabwertungen begeben. Denn wer sich selbst ständig und übertrieben selbst abwertet, wird es schwer haben sich zu mögen oder gar <strong>Selbstliebe</strong> zu entwickeln. Dazu gehört auch vor sich selbst Respekt zu haben und sich nicht Dinge zu sagen, die man auch jemand anderem nicht sagen würde. Im Beitrag <a href="https://kompasszeit.de/warum-wir-netter-zu-uns-selbst-sein-sollten" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Warum wir netter zu uns selbst sein sollten&#8220;</a> hatte ich dazu bereits einmal etwas geschrieben.</p>



<p>Ich greife das Thema auf, weil viele Menschen hart zu sich sind und es oft nicht einmal merken. Und auch weil meine inneren Gremlins (psychologisch korrekter: <strong>strenge Elternanteile</strong>) sehr aktiv werden können, wenn sie glauben, sie wären unbeobachtet.<br>Dass muss gar nicht immer in innere Beschimpfungen ausarten, also nicht so etwas wie „ich bin aber auch blöd”. Oft sind unsere inneren Gremlins bei den Selbstabwertungen viel geschickter. Eine Auswahl, die auch Dir dabei helfen soll, etwas achtsamer bei deinen inneren Dialogen zu sein:</p>



<h2 id="kt-adv-heading_97b383-85" class="kt-adv-heading_97b383-85 wp-block-kadence-advancedheading">1. Selbstabwertungen in Fragen</h2>



<p>Gremlins stellen manchmal vermeintlich unschuldige Fragen: Wieso schaffst Du das eigentlich nicht? Wieso kriegst du das nicht hin? Wieso kriegen eigentlich die anderen das hin? Die offensichtlich bösen Varianten davon wären: Bist du zu blöd?<br>Eigentlich ist das wenig subtil, denn der Gremlin erwartet keine seriöse Antwort. Er erwartet nicht, dass man sagt: Ich lerne das noch, das funktioniert vielleicht erst beim zweiten Versuch. Er erwartet eigentlich keine Antwort, sondern was er möchte ist Druck erzeugen. Der Gremlin stellt die Weichen dafür, dass wir etwas beweisen wollen und uns beim Scheitern schlecht fühlen.<br>Mein Tipp: Entweder Gegenfragen stellen (Muss ich das denn hinkriegen? Ist es wirklich so schlimm, wenn es mir nicht gelingt?) oder ihn tatsächlich bewusst mit durchdachten, selbstfreundlichen Antworten kontern (Ich weiß, dass du möchtest, dass ich mich schlecht fühle, aber dafür gibt es aus XY Gründen keinen Grund. Ich nehme mir die Zeit, die ich brauche und möchte, dass du die Klappe hältst)</p>



<h2 id="kt-adv-heading_42c4d0-0b" class="kt-adv-heading_42c4d0-0b wp-block-kadence-advancedheading">2. Selbstabwertung im Nebensatz</h2>



<p>Gemeint sind hier nicht wirklich Nebensätze &#8211; kann aber auch vorkommen &#8211; sondern die kleinen Spitzen, die wir uns selbst manchmal entgegen schleudern. „Ich schon wieder!” „Typisch!” Auch das kurze Seufzen, wenn wir in den Spiegel gucken. So etwas entfährt uns meistens, zahlt aber auch auf das „Sich-nicht-leiden-können”-Konto ein.</p>



<h2 id="kt-adv-heading_23afed-8d" class="kt-adv-heading_23afed-8d wp-block-kadence-advancedheading">3. Selbstabwertungen, die sich als Bescheidenheit verkleiden</h2>



<p>Ladies, das geht vor allem an euch, auch wenn ich sicher bin, dass viele Männer das auch gut können. Aber Frauen werden mehr noch zur Bescheidenheit erzogen. Das führt dann gerne mal dazu, dass Komplimente beantwortet werden mit: „Ach, das ist doch nichts.” „Das olle Kleid, das habe ich schon ewig.” „Dieses Jahr sind mir die Kekse leider nicht so gut gelungen.” „Das ist mir ganz leichtgefallen.” „Andere machen das mindestens genauso gut.”<br>Bist du auch gut darin Freundlichkeiten aus dem Weg zu gehen und sie ab zu tun? Achte mal drauf.</p>



<p><br>Mein Tipp: Ein Kompliment annehmen und wirken lassen ist nicht dasselbe wie Angeben. Wem es schwer mit seinen Pfunden zu wuchern, kann zumindest üben einfach „Danke” zu sagen. Lächeln nicht vergessen. Wer es mit einem besonders schlimmen Gremlin zu tun hat, versucht Komplimente speziell für ihn zu sammeln. Wenn er dann beispielsweise ein paar Tage später schlechtes über die Weihnachtskekse sagt, dann kann man antworten: Heinz, Susanne oder Helga haben sie aber geschmeckt!<br>(PS: anderen Menschen Komplimente zu machen, macht es deren Gremlins übrigens auch schwerer. Also ruhig uneigennützig großzügig sein.)</p>



<h2 class="wp-block-heading">4. Selbstabwertungen an Verallgemeinerungen erkennen</h2>



<p>Sätze die mit „Ich bin immer…” „ständig muss ich…” „ich bin wirklich” haben eine sehr große Tendenz in eine Abwertung zu münden. Oder wann hast du das letzte Mal zu dir gesagt „ich bin immer so schön” „ich bin immer so klug” „ich bin wirklich toll”? Nein? Eben. Achte auf Sätze, die so beginnen. Es sind Sätze, die in Streitereien andere Mensch ebenfalls schnell aufregen. „Du bist immer so unordentlich.” Wenn wir andere Menschen damit schon ärgern und in eine Abwehrhaltung treiben können, warum glauben wir, dass uns selbst solche Sätze nichts ausmachen?</p>



<p>Ganz generell sollten wir mit Verallgemeinerungen vorsichtig sein und genau darauf achten, wie wir mit uns selbst umgehen. Das heißt nicht, dass wir uns nicht auch mal über uns selbst ärgern dürfen.<br><mark class="kt-highlight">Aber eine schlechte Tat macht noch keinen schlechten Menschen. Etwas Dummes machen, heißt noch lange nicht dumm zu sein. Einen Fehler zu machen, heißt nicht ein Fehler zu sein. Etwas in diesem Moment nicht zu schaffen, heißt nicht es niemals zu schaffen. Sich schlecht zu fühlen heißt nicht schlecht zu sein.</mark><br><br>Zum Abschluss noch einige Beispielsätze, die etwas netter und hilfreicher für euch sein könnten und die ihr den Gremlins entgegen stellen könnt:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Ich kann immer noch dazu lernen</li><li>Fehler sind menschlich</li><li>Ich versuche es morgen noch einmal</li><li>Das ist mir nicht gut gelungen, aber vielleicht wird es beim nächsten Mal besser</li><li>Ich habe nicht alles geschafft, aber ich habe mir Mühe gegeben</li><li>Das passiert anderen doch auch</li><li>Wenn ich es nicht schaffe, ist das nicht schlimm. Ich kann es wieder versuchen.<br>(Vielleicht wäre auch das downloaden der zehn Selbstaffirmationen etwas für Dich: <a href="https://kompasszeit.de/download/poster-download-selbstaffirmationen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&lt;klick></a>)</li></ul>



<p>Ich kämpfe selbst auch immer noch und immer wieder mit und gegen Selbstabwertungen. Mein Gremlin fragt gerade in dieser Woche zu allen möglichen Gelegenheiten: „Warum kriegst du das eigentlich nicht einfach hin?” Bedeutungsschwanger hebt er auch manchmal die Augenbraue und fügt hinzu: „Andere schaffen das doch auch.”<br>Lieber Gremlin: Ich bin nicht andere. Andere schaffen vielleicht anderes nicht so einfach. Und einfach ist sowieso ganz schön relativ. Also halt doch einfach die Klappe!</p>



<div class="wp-block-kadence-spacer aligncenter kt-block-spacer-_c19fbe-0c"><div class="kt-block-spacer kt-block-spacer-halign-center" style="height:60px"><hr class="kt-divider" style="border-top-color:rgba(238, 238, 238, 1);border-top-width:1px;width:80%;border-top-style:solid"/></div></div>



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