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	<title>Selbsterfahrung Archive - Kompasszeit</title>
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	<description>Ein Blog über psychische Gesundheit, Selbstliebe, Selbstfürsorge und das Finden des inneren Kompasses.</description>
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	<title>Selbsterfahrung Archive - Kompasszeit</title>
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		<title>Abwehrmechanismen erkennen: das automatische Augenrollen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Annette (KompassZeit)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jan 2021 16:43:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Achtsamkeit & Selbstfürsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsterfahrung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://kompasszeit.de/abwehrmechanismen-erkennen">Abwehrmechanismen erkennen: das automatische Augenrollen</a> erschien zuerst auf <a href="https://kompasszeit.de">Kompasszeit</a>.</p>
<p>Meine inneren Abwehrmechanismen funktionieren leider manchmal fast ganz automatisch. Ich konnte das erst an Weihnachten wieder an mir beobachten:Eine Freundin schickte mir Nachrichten zu einem Rauhnächte-Ritual. Ich klickte auf die Links und spürte beinahe sofort das automatische Augenrollen. „Wieder so ein esoterischer Quatsch,“ schoss es mir durch den Kopf.Zur Erläuterung: Unter „esoterischem Quatsch“ ist bei mir alles zusammengefasst, was ich als unerwachsen, kindisch und unvernünftig klassifiziere. Angefangen von Schüßlersalzen, Gefühle malen oder tanzen, Quantenheilung, schamanistische Rituale bis hin zu Räucherstäbchen und Glückskeksen. Für solche Art von „Quatsch“ bin ich auf jeden Fall zu alt, zu klug und zu vernünftig. Ja, das Schlüsselwort ist in der Tat auch immer wieder: vernünftig. Und ja, meine automatischen Abwehrmechanismen gehen im Einzelfall auch soweit, dass ich zu einem wahlweise oberlehrerhaften oder überheblichen Verhalten tendiere.Das macht aber auch schmerzhaft deutlich, dass dieser „esoterische Quatsch“ als eine Bedrohung angesehen wird für meine tief liegenden inneren Überzeugungen. Bedrohungen erkennen Woran erkenne ich das? Die Antwort ist recht einfach. Es könnte mir ansonsten völlig egal sein. Es bräuchte weder das automatische Augenrollen, noch müsste ich es „esoterischer Quatsch“ nennen. Ich könnte den Menschen, die an solchen Dingen gefallen finden, mit absoluter Neutralität gegenübertreten. „Jedem Tierchen sein Pläsierchen“ – pflegte meine Oma immer zu sagen. Was juckt mich das Interesse der anderen. Wenn mir jemand Nachrichten in diese Richtung schickt, könnte ich mich höflich bedanken und sagen, dass ich kein Interesse habe. Mehr noch, ich würde mich vielleicht einfach freuen, dass jemand anderes dadurch Freude oder Hilfe oder einfach nur eine gute Zeit hat. Punkt.Ich aber rolle mit den Augen. Ich bewerte und ja, ich be- und verurteile auch. Und manchmal geschieht das in Bruchteilen einer Sekunde. Abwehrmechanismen sind oft schon längst im Unterbewusstsein angekommen. Daher bemerken wir sie oft nicht einmal. Wir kommen ihnen mit Achtsamkeit wieder auf die Spur. (Übrigens auch ein Begriff, der früher Augenrollen bei mir ausgelöst hat.) Es ist das Augenrollen, auch das innere, dass mich auf die Spur führt. Das beinahe automatische tief einatmen oder seufzen. Das Gefühl von Genervtheit. Manchmal auch das Lächeln, dass in Wirklichkeit ein Belächeln ist. Es sind kurze Bemerkungen, die mir entfahren: „ach du meine Güte“.Es geht auch offensiver: vor Büchern oder Dingen zu solchen Themen stehen und laut sagen „wer kauft sich denn so einen Quatsch?“ „Wie gut, dass ich nicht so verzweifelt bin, dass ich so etwas brauche.“Seien wir ehrlich: unsere Abwehrmechanismen können die fiesesten Seiten an uns zum Vorschein bringen. Was wehre ich ab? In diesem Beispiel habe ich eigentlich recht schnell herausgefunden, was ich da in Wirklichkeit abwehre. Vermutlich weil ich dank Therapie ganz gut im Training bin mich selbst zu fragen: was tust du da eigentlich?Ich wehre die Unvernunft, das vermeintlich Kindische ab. Meine stärksten inneren Überzeugungen drehen sich um „Sei vernünftig!“. Hör auf deinen Kopf, überleg dir alles gut, sei erwachsen, sei nicht zu kindisch, was denken bloß die anderen, sei erwachsen. Frei nach dem Motto „als ich erwachsen wurde, tat ich ab was kindlich war“.Das Problem dabei ist, dass einerseits oft ganz deutlich festgelegt ist, was vernünftig ist und was nicht. Das wiederum schließt ebenso häufig Dinge ein, die wir nur aus einem Zweck tun: weil sie Spaß oder Freude bringen. Und das dürfen sie auch. Die Anteile in uns, die man dem inneren Kind zuschreiben könnte, leben geradezu von diesen Dingen. Von dem vermeintlich Unvernünftigen, dem was einfach nur Spaß bringt.Auch dieses Konzept von „innerem Kind“ war mir am Anfang mehr als fremd. Wenn man sich von klein an soviel Mühe gibt erwachsen zu sein, dann will man nicht mit über 40 plötzlich wieder ein inneres Kind haben. „Was für ein Quatsch!“ Wie komme ich Abwehrmechanismen auf die Spur? Ehrliche Fragen an sich selbst können ein Anfang sein: Warum stört mich das so? Warum finde ich es lächerlich? Wieso stört es mich sogar, wenn andere das tun/glauben/anwenden? Was würde passieren, wenn ich das auch tue? Mein Beispiel ist natürlich nur das: ein Beispiel. Aber ich glaube, dass im Kern die Abwehrmechanismen oft die selben sind, egal wovon sie ausgelöst werden. Denn ich stelle immer wieder auch fest: je weniger sich jemand bedroht fühlt, je in sich ruhender und selbstakzeptierender ein Mensch ist, desto weniger bewertend oder beurteilend ist derjenige gegenüber anderen. Denn dann brauchen wir weder die innere noch äußere Abgrenzung zu den Anderen. Wir müssen uns nicht besser dadurch fühlen, dass wir unter unseren Füßen ein kleines Podest bauen mit der Aufschrift „So bin ich nicht“ und dann auf denjenigen, der anders ist, herunterschauen. Abwehrmechanismen durchschauen und aufgeben Ich traf an Weihnachten eine kleine, aber feine Entscheidung: ich las mir die Texte zu den Rauhnächten durch und entschied: mach ich mal mit. Ich guck mir einfach an, wie das ist. Ob ich es wirklich blöd finde und albern. Ich schrieb also 13 Wünsche auf und stellte mich jede Nacht auf den Balkon und verbrannte einen davon.Es gefiel mir. Denn es gefiel meinem inneren Kind. Es wäre auch vor 30 Jahren etwas gewesen, was mir als „echtes“ Kind gefallen hätte. Denn als Kind war ich immer neugierig und ich liebte kleine und große Abenteuer. Ich hätte mich als Kind nicht gefragt, ob das wirklich funktioniert oder ob das Quatsch ist. Das hätte gar keine große Rolle gespielt. Es wäre auch damals ein kleines bisschen aufregend gewesen und damals wie heute hätte ich gedacht: wäre doch total cool, wenn das Universum jetzt wirklich meine Wünsche weiß. Die Freude und der Spaß liegen im Augenblick. Das Abenteuer war nur ein winziges, aber es war eines.Vermutlich werde ich dennoch hin und wieder mit den Augen rollen. Wenn Menschen im Park irgendwelche Übungen machen beispielsweise, kann ich das auch gut. Oder wenn sie laut und ausgelassen sind und mich einladen mitzumachen, dann ist meine erste Antwort oft auch: „Nee, das ist mir zu albern.“ Aber hin und wieder, immer öfter, werde ich mich vielleicht auch mal einlassen. Nur um zu wissen, wie es ist. Und dann entscheiden zu können, ohne dass es automatisch passiert. Der dreizehnte Zettel blieb am Ende wie geplant übrig. Es ist der Wunsch, um den man sich selbst besonders kümmern soll. Bei mir blieb folgender übrig: Ich versöhne mich mit meinem inneren Kind. Das ist ein wahres Erlebnis, nicht etwas Ausgedachtes. Aber in dieses „Ergebnis“ eine Botschaft des Universums hineinzulesen, wäre natürlich trotzdem vollkommener Quatsch. Oder? Schreib mir doch gerne in die Kommentare, bei welchen Abwehrmechanismen Du Dich schon ertappt hast und wie Du damit umgehst.Folge mir auch gern auf Instagram oder Facebook! Diesen und weitere Beiträge kannst Du auch hier kostenlos als PDF downloaden.</p>
<p>Weitere interessante Beiträge findest du auf <a href="https://kompasszeit.de">Kompasszeit</a>.</p>
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<p>Meine inneren Abwehrmechanismen funktionieren leider manchmal fast ganz automatisch. Ich konnte das erst an Weihnachten wieder an mir beobachten:<br>Eine Freundin schickte mir Nachrichten zu einem Rauhnächte-Ritual. Ich klickte auf die Links und spürte beinahe sofort das automatische Augenrollen. „Wieder so ein esoterischer Quatsch,“ schoss es mir durch den Kopf.<br>Zur Erläuterung: Unter „esoterischem Quatsch“ ist bei mir alles zusammengefasst, was ich als unerwachsen, kindisch und unvernünftig klassifiziere. Angefangen von Schüßlersalzen, Gefühle malen oder tanzen, Quantenheilung, schamanistische Rituale bis hin zu Räucherstäbchen und Glückskeksen. Für solche Art von „Quatsch“ bin ich auf jeden Fall zu alt, zu klug und zu vernünftig. Ja, das Schlüsselwort ist in der Tat auch immer wieder: vernünftig. Und ja, meine automatischen Abwehrmechanismen gehen im Einzelfall auch soweit, dass ich zu einem wahlweise oberlehrerhaften oder überheblichen Verhalten tendiere.<br>Das macht aber auch schmerzhaft deutlich, dass dieser „esoterische Quatsch“ als eine Bedrohung angesehen wird für meine tief liegenden inneren Überzeugungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bedrohungen erkennen</h2>



<p>Woran erkenne ich das? Die Antwort ist recht einfach. <strong>Es könnte mir ansonsten völlig egal sein</strong>. Es bräuchte weder das automatische Augenrollen, noch müsste ich es „esoterischer Quatsch“ nennen. Ich könnte den Menschen, die an solchen Dingen gefallen finden, mit absoluter Neutralität gegenübertreten. „Jedem Tierchen sein Pläsierchen“ – pflegte meine Oma immer zu sagen. Was juckt mich das Interesse der anderen. Wenn mir jemand Nachrichten in diese Richtung schickt, könnte ich mich höflich bedanken und sagen, dass ich kein Interesse habe. Mehr noch, ich würde mich vielleicht einfach freuen, dass jemand anderes dadurch Freude oder Hilfe oder einfach nur eine gute Zeit hat. Punkt.<br>Ich aber rolle mit den Augen. Ich bewerte und ja, ich be- und verurteile auch. Und manchmal geschieht das in Bruchteilen einer Sekunde. Abwehrmechanismen sind oft schon längst im Unterbewusstsein angekommen. Daher bemerken wir sie oft nicht einmal. Wir kommen ihnen mit <strong>Achtsamkeit</strong> wieder auf die Spur. (Übrigens auch ein Begriff, der früher Augenrollen bei mir ausgelöst hat.) Es ist das Augenrollen, auch das innere, dass mich auf die Spur führt. Das beinahe automatische tief einatmen oder seufzen. Das Gefühl von Genervtheit. Manchmal auch das Lächeln, dass in Wirklichkeit ein Belächeln ist. Es sind kurze Bemerkungen, die mir entfahren: „ach du meine Güte“.<br>Es geht auch offensiver: vor Büchern oder Dingen zu solchen Themen stehen und laut sagen „wer kauft sich denn so einen Quatsch?“ „Wie gut, dass ich nicht so verzweifelt bin, dass ich so etwas brauche.“<br>Seien wir ehrlich: unsere Abwehrmechanismen können die fiesesten Seiten an uns zum Vorschein bringen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was wehre ich ab?</h2>



<p>In diesem Beispiel habe ich eigentlich recht schnell herausgefunden, was ich da in Wirklichkeit abwehre. Vermutlich weil ich dank Therapie ganz gut im Training bin mich selbst zu fragen: was tust du da eigentlich?<br>Ich wehre die Unvernunft, das vermeintlich Kindische ab. Meine stärksten inneren Überzeugungen drehen sich um „Sei vernünftig!“. Hör auf deinen Kopf, überleg dir alles gut, sei erwachsen, sei nicht zu kindisch, was denken bloß die anderen, sei erwachsen. Frei nach dem Motto „als ich erwachsen wurde, tat ich ab was kindlich war“.<br>Das Problem dabei ist, dass einerseits oft ganz deutlich festgelegt ist, was vernünftig ist und was nicht. Das wiederum schließt ebenso häufig Dinge ein, die wir nur aus einem Zweck tun: weil sie Spaß oder Freude bringen. Und das dürfen sie auch. Die Anteile in uns, die man dem inneren Kind zuschreiben könnte, leben geradezu von diesen Dingen. Von dem vermeintlich Unvernünftigen, dem was einfach nur Spaß bringt.<br>Auch dieses Konzept von „<strong>innerem Kind</strong>“ war mir am Anfang mehr als fremd. Wenn man sich von klein an soviel Mühe gibt erwachsen zu sein, dann will man nicht mit über 40 plötzlich wieder ein inneres Kind haben. „Was für ein Quatsch!“<br></p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie komme ich Abwehrmechanismen auf die Spur?</h2>



<p>Ehrliche Fragen an sich selbst können ein Anfang sein:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Warum stört mich das so?</li><li>Warum finde ich es lächerlich?</li><li>Wieso stört es mich sogar, wenn andere das tun/glauben/anwenden?</li><li>Was würde passieren, wenn ich das auch tue?</li></ul>



<p>Mein Beispiel ist natürlich nur das: ein Beispiel. Aber ich glaube, dass im Kern die Abwehrmechanismen oft die selben sind, egal wovon sie ausgelöst werden. Denn ich stelle immer wieder auch fest: <strong>je weniger sich jemand bedroht fühlt, je in sich ruhender und selbstakzeptierender ein Mensch ist, desto weniger bewertend oder beurteilend ist derjenige gegenüber anderen. </strong>Denn dann brauchen wir weder die innere noch äußere Abgrenzung zu den Anderen. Wir müssen uns nicht besser dadurch fühlen, dass wir unter unseren Füßen ein kleines Podest bauen mit der Aufschrift „So bin ich nicht“ und dann auf denjenigen, der anders ist, herunterschauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Abwehrmechanismen durchschauen und aufgeben</h2>



<p>Ich traf an Weihnachten eine kleine, aber feine Entscheidung: ich las mir die Texte zu den Rauhnächten durch und entschied: mach ich mal mit. Ich guck mir einfach an, wie das ist. Ob ich es wirklich blöd finde und albern. Ich schrieb also 13 Wünsche auf und stellte mich jede Nacht auf den Balkon und verbrannte einen davon.<br>Es gefiel mir. Denn es gefiel meinem inneren Kind. Es wäre auch vor 30 Jahren etwas gewesen, was mir als „echtes“ Kind gefallen hätte. Denn als Kind war ich immer neugierig und ich liebte kleine und große Abenteuer. Ich hätte mich als Kind nicht gefragt, ob das wirklich funktioniert oder ob das Quatsch ist. Das hätte gar keine große Rolle gespielt. Es wäre auch damals ein kleines bisschen aufregend gewesen und damals wie heute hätte ich gedacht: wäre doch total cool, wenn das Universum jetzt wirklich meine Wünsche weiß. Die Freude und der Spaß liegen im Augenblick. Das Abenteuer war nur ein winziges, aber es war eines.<br>Vermutlich werde ich dennoch hin und wieder mit den Augen rollen. Wenn Menschen im Park irgendwelche Übungen machen beispielsweise, kann ich das auch gut. Oder wenn sie laut und ausgelassen sind und mich einladen mitzumachen, dann ist meine erste Antwort oft auch: „Nee, das ist mir zu albern.“ Aber hin und wieder, immer öfter, werde ich mich vielleicht auch mal einlassen. Nur um zu wissen, wie es ist. Und dann entscheiden zu können, ohne dass es automatisch passiert.</p>



<p>Der dreizehnte Zettel blieb am Ende wie geplant übrig. Es ist der Wunsch, um den man sich selbst besonders kümmern soll. Bei mir blieb folgender übrig:<br><br><em>Ich versöhne mich mit meinem inneren Kind.</em><br><br>Das ist ein wahres Erlebnis, nicht etwas Ausgedachtes. Aber in dieses „Ergebnis“ eine Botschaft des Universums hineinzulesen, wäre natürlich trotzdem vollkommener Quatsch. Oder?</p>



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<p>Schreib mir doch gerne in die Kommentare, bei welchen Abwehrmechanismen Du Dich schon ertappt hast und wie Du damit umgehst.<br><em>Folge mir auch gern auf <a href="https://www.instagram.com/kompasszeit/">Instagram</a> oder <a href="http://www.facebook.com/kompasszeit">Facebook</a>!</em><br><br>Diesen und weitere Beiträge kannst Du auch <a href="https://kompasszeit.de/downloads" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> kostenlos als PDF downloaden.</p>



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		<title>3 Dinge im Leben, die wir riskieren sollten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Annette (KompassZeit)]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2020 14:38:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Achtsamkeit & Selbstfürsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsterfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[innerer Kritiker]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstliebe]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstmitgefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Verletzlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://kompasszeit.de/3-dinge-im-leben-die-wir-riskieren-sollten">3 Dinge im Leben, die wir riskieren sollten</a> erschien zuerst auf <a href="https://kompasszeit.de">Kompasszeit</a>.</p>
<p>Manchmal führen Dinge und Erlebnisse im Leben dazu, dass wir uns ein Vermeidungsverhalten antrainieren, dass uns mehr schadet als uns nützt. Dass uns auch viel Energie abverlangt, die wir besser dafür nützen könnten, unser Leben mehr zu genießen und die Dinge zu erreichen, die wirklich wichtig sind. Zumal wir auch versuchen, Dinge und Gefühle zu vermeiden, die zum Leben dazu gehören.Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich bin selbst ein Vermeider. Ich riskiere oft zu wenig. Und der Preis dafür ist, dass ich mich manchmal einfach nicht „ganz“ fühle, nicht zugehörig und nicht vollständig gesehen.Hier meine Top 3, der Dinge im Leben, die wir riskieren sollten &#8211; und die ich selbst oft genug noch versuche zu vermeiden. 1. Ablehnung riskieren Ich bin ein Mobbing-Opfer. Ich gehörte beispielsweise zu den Menschen, die in der Sportschule beim Wählen von Gruppen immer zu den letzten beiden gehörten. Außer mir gab es ansonsten auch nur noch Susanne. Susanne war dicker als ich, deshalb durfte sie einmal in einem Theaterstück mit ihrem Hintern den aufgehenden Mond spielen. Ich war nicht das einzige Mobbingopfer (und mir wurden auch bei weitem schlimmere Dinge angetan, als „nur“ als Letztes gewählt zu werden). Ob Susanne mich mochte, war mir immer egal. Mein Blick galt den Angesagten und Coolen, zu denen wollte ich gehören, an denen orientierte ich mich.Das ist ein Stück weit noch immer so. Ich möchte zu den Beliebten gehören. Zu denen, die definitiv nicht als letztes gewählt werden. Wenn ich in neue Gruppen komme oder überhaupt neue Menschen kennenlerne, dann gibt es immer noch den Augenblick, in dem ich denke: „Hoffentlich mögen die mich. Hoffentlich finden sie mich nicht komisch.“Das ist menschlich. Aber wie bei vielen anderen Mobbingopfern, ist das auch bei mir irgendwann aus dem Ruder geraten. Wir wollen alle gemocht werden, wir wollen alle dazu gehören. Wir sind darauf gepolt. Zu einer Gruppe zu gehören ist überlebenswichtig, das flüstert uns unser Urmensch immer noch ein.Wenn aber unsere Anpassungsbemühungen dazu führen, dass wir nur noch ein Schatten dessen zeigen und geben, was wir sein könnten und geben könnten, dann wird es fehlerhaft. Dann spüren wir auch eine ganz profunde Wahrheit: Anpassung ist nicht dasselbe wie Zugehörigkeit. Anpassung heißt, dass mich Menschen für etwas lieben, was ich im Zweifelsfall gar nicht bin.Wenn ich aber bin, wie ich bin, wenn ich aufhöre mich in Anpassungszwänge zu begeben, dann werde ich unweigerlich Ablehnung erfahren. Es wird Menschen geben, die mich nicht mögen. Einfach so, es muss nicht mal einen Grund dafür geben.Früher wollte ich diesen Grund immer herausfinden. „Warum magst Du mich nicht, ich bin doch nett? Was muss ich tun oder sagen, damit du mich magst?“.Aber wenn ich etwas tue oder sage, nur damit du mich magst, dann bin ich irgendwann nicht mehr authentisch. Übrigens auch etwas, was wir bei manchen Menschen spüren können: das Unechte.Menschen, die mich mögen, weil ich mich ihnen anpasse, mögen in Wirklichkeit nicht mich. Und deshalb entsteht auch keine wirkliche Verbundenheit oder Zugehörigkeit.Ich muss so sein, wie ich bin – und dabei Ablehnung riskieren – um die Menschen zu finden, mit denen ich mich verbunden fühlen kann. Und lernen, dass es eine Menge anderer Menschen gibt, die mich nicht mögen werden. Ich kann nicht von allen gemocht werden. Aber ich kann mich selbst beim Versuch von allen gemocht zu werden aufreiben und verlieren. 2. Peinlichkeiten riskieren Einer meiner besten Tage im letzten Jahr, war der Besuch im Kletterpark. Ich war schon oft da, aber ich bin nie mitgeklettert. Ich habe Höhenangst. Und außerdem bin ich übergewichtig, nicht besonders koordiniert und bestenfalls mittelmäßig sportlich. Ich lehnte immer ab zu klettern, obwohl ich es eigentlich gerne probiert hätte. Ich dachte, es würde furchtbar peinlich werden, wenn ich im niedrigsten Parkour irgendwann mich feste an irgendwas klammernd nicht mehr weiterkäme. Vermutlich würde es sowieso lächerlich aussehen, wenn ein dicker, ängstlicher Mensch sich kriechend über die Hindernisse quält.Aber an diesem Tag fuhr ich hin und dachte: „ach Scheiß doch drauf. Und wenn ich nach zwei Metern wieder runter muss und es nicht schaffe, dann habe ich es wenigstens mal probiert. Und Menschen, die sich dann darüber lustig machen oder mich auslachen, die können mich mal kreuzweise. Wenn ihr nicht wisst, wie das ist, wenn man Angst hat, wirklich Angst, und wenn man sich wirklich etwas trauen muss und all seinen Mut zusammennehmen muss – dann spart euch eure dummen Sprüche und euren Spott, denn dann habt ihr kein Recht dazu. Dann seid ihr nur arme Wichte, empathielos und ätzend und das sagt mehr über euch aus, als über mich.“Am Ende schaffte ich zwei von sieben Parcours. Ich war völlig fertig. Vor allem der zweite Parcour &#8211; in einer schwindelerregenden Höhe von 2Metern! – hatte alle meine Energie gefordert. Ich hatte Angst, ich klammerte mich fest, ich kroch auf allen vieren. Als ich runterkam war ich durchgeschwitzt, müde…und stolz…unglaublich stolz. Und niemand hatte gelacht. Oder ich bekam es nicht mit. Es wäre mir auch egal gewesen.Die ätzendsten Kommentare kamen aber an diesem Tag nichtsdestotrotz von demjenigen, der sich selbst nicht traute. Er sagte Dinge wie „Du hältst den ganzen Laden auf“, wenngleich auch zu jemand anderem. Und es ist eigentlich symptomatisch. Ich meine, es ist ok, wenn du auf der Zuschauerbank sitzen bleibst – aber dann urteile nicht über die, die Peinlichkeit und Spott riskieren. Brené Brown formulierte es mal in etwa so: das Urteil von Menschen, die sich selbst nicht zeigen und in die Arena treten, sollten wir uns nicht zu Herzen nehmen. &#160;Wenn wir Peinlichkeiten und Spott nicht riskieren, entgeht uns eine Menge Spaß. Wir haben Angst davor, dass uns der Spott und die Häme den Spaß kaputt machen. Und ja, es wird uns manchmal verletzen. Wie der mir unbekannte Mensch, der mir beim Joggen mal hinterherrief: „wenn du dünner werden willst, musst du aber schneller laufen. Schneller! Schneller!“.Aber wir sollten nicht mit den Dingen aufhören, die uns peinlich oder unangenehm sein könnten, sondern mit den Menschen, die uns das Gefühl geben, es sollte uns peinlich sein. Wir sollten uns mit denen umgeben, die uns in so einer Situation anfeuern, ermutigen oder die zumindest Verständnis zeigen. Und die finden wir nur, wenn wir den peinlichen, gefährlichen, seltsamen, unbehaglichen Situationen nicht aus dem Weg gehen. 3. Scheitern riskieren Meine Selbstständigkeit mit SEO&#38;Co, Kompasszeit, das Bücher schreiben…all das sind Dinge, mit denen ich scheitern könnte. Ich habe einen sicheren Job aufgegeben, um herauszufinden, was ich wirklich möchte und wer ich wirklich bin. Und es könnte schief gehen. Eines Tages, so spinnt es sich in meinem Kopf zusammen, wache ich vielleicht unter einer Brücke auf und mein innerer Kritiker wird brüllen: „Siehste! Hab ich dir doch gesagt!“.Und manchmal denke ich, es wäre viel leichter gewesen, weiter zu machen. Mit dem sicheren Job und allem anderen. Denn manchmal ist es leichter zu leiden, als etwas zu verändern. Vor allem, wenn der Ausgang offen ist.Mein Kopf malt auch aus, dass mich viele Menschen auslachen werden, wenn ich scheitere. Dass sie nicht sagen werden „wie mutig, dass du es versucht hast“, sondern dass sie sagen werden „das hättest du dir wirklich zweimal überlegen sollen“. Oder „das war von Anfang an eine Schnapsidee“.Das könnte alles eintreten. Und unser Gehirn ist ja auch wirklich gut darin, die Ernstfälle zu proben. Wir sind Meister darin, uns schlechte Ausgänge auszumalen. Und wenn unser Gehirn all die schlechten Ausgänge durchdacht hat, wird es plötzlich unglaublich schwer überhaupt loszugehen. Es zu versuchen. Dabei kann unser Gehirn ein paar Dinge gar nicht gut durchspielen: welche Erfahrungen wir machen würden, trotz allem. Was wir lernen würden. Welche anderen Türen sich vielleicht öffnen würden. Wir sind darauf getrimmt, Scheitern als etwas durchgängig Schlechtes zu sehen, mit schlechten Konsequenzen. Als Schwäche. Als Versagen. Als einen Makel. Ein Misserfolg – und weil unser Gehirn so gerne Muster sieht vervollständigt es die gedankliche Reihe mit „einmal scheitern – immer scheitern“. Was die Bedrohung nur umso größer macht.Aber es liegt ein Gewinn, eine unglaubliche Stärke im Scheitern. Das Scheitern zeugt von Mut. Wir müssen uns trauen zu scheitern. Wenn wir lernen wollen, wenn wir neue Wege einschlagen wollen, wenn wir etwas verändern wollen. Dann müssen wir uns trauen zu scheitern. Nur wer hinfällt, kann wieder aufstehen. Und in dem Aufstehen liegt vielleicht der Moment unserer größten Stärke. Manchmal dauert es vielleicht bis wir wieder aufstehen, das ist in Ordnung. Aber was nicht in Ordnung ist, einfach stehen zu bleiben und sich nicht zu trauen, den Weg zu beschreiten den man beschreiten möchte, weil man hinfallen könnte. Denn dann wirst du einen Teil deiner Stärken niemals kennen lernen. Das waren die 3 Dinge im Leben, die wir riskieren sollten. Ich feuere jeden da draußen an, der den Mut aufbringt Neues zu wagen. Jeden, der wieder aufsteht, egal wie schwer es manchmal ist. Und es kann verdammt schwer sein, das weiß ich. Mit psychischen Krankheiten wird es sogar manchmal noch mal schwerer, wenn der Kopf einfach gar keine positiven möglichen Ausgänge sehen kann. Aber es ist nicht das Scheitern, dass Angst machen sollte. Sondern das Gefühl, dass man bekommt, wenn man es nicht versucht. Ich freue mich über einen Kommentar von Dir! Erzähl mir Deine Mutgeschichte!Gerne kannst Du mir auch auf Instagram oder Facebook folgen. Und viele meiner Texte findest auch hier: Downloads.</p>
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<p>Manchmal führen Dinge und Erlebnisse im Leben dazu, dass wir uns ein Vermeidungsverhalten antrainieren, dass uns mehr schadet als uns nützt. Dass uns auch viel Energie abverlangt, die wir besser dafür nützen könnten, unser Leben mehr zu genießen und die Dinge zu erreichen, die wirklich wichtig sind. Zumal wir auch versuchen, Dinge und Gefühle zu vermeiden, die zum Leben dazu gehören.<br>Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich bin selbst ein Vermeider. Ich riskiere oft zu wenig. Und der Preis dafür ist, dass ich mich manchmal einfach nicht „ganz“ fühle, nicht zugehörig und nicht vollständig gesehen.<br>Hier meine Top 3, der Dinge im Leben, die wir riskieren sollten &#8211; und die ich selbst oft genug noch versuche zu vermeiden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">1. Ablehnung riskieren</h2>



<p><br>Ich bin ein Mobbing-Opfer. Ich gehörte beispielsweise zu den Menschen, die in der Sportschule beim Wählen von Gruppen immer zu den letzten beiden gehörten. Außer mir gab es ansonsten auch nur noch Susanne. Susanne war dicker als ich, deshalb durfte sie einmal in einem Theaterstück mit ihrem Hintern den aufgehenden Mond spielen. Ich war nicht das einzige Mobbingopfer (und mir wurden auch bei weitem schlimmere Dinge angetan, als „nur“ als Letztes gewählt zu werden). Ob Susanne mich mochte, war mir immer egal. Mein Blick galt den Angesagten und Coolen, zu denen wollte ich gehören, an denen orientierte ich mich.<br>Das ist ein Stück weit noch immer so. Ich möchte zu den Beliebten gehören. Zu denen, die definitiv nicht als letztes gewählt werden. Wenn ich in neue Gruppen komme oder überhaupt neue Menschen kennenlerne, dann gibt es immer noch den Augenblick, in dem ich denke: „Hoffentlich mögen die mich. Hoffentlich finden sie mich nicht komisch.“<br>Das ist menschlich. Aber wie bei vielen anderen Mobbingopfern, ist das auch bei mir irgendwann aus dem Ruder geraten. Wir wollen alle gemocht werden, wir wollen alle dazu gehören. Wir sind darauf gepolt. Zu einer Gruppe zu gehören ist überlebenswichtig, das flüstert uns unser Urmensch immer noch ein.<br>Wenn aber unsere Anpassungsbemühungen dazu führen, dass wir nur noch ein Schatten dessen zeigen und geben, was wir sein könnten und geben könnten, dann wird es fehlerhaft. Dann spüren wir auch eine ganz profunde Wahrheit: Anpassung ist nicht dasselbe wie Zugehörigkeit. Anpassung heißt, dass mich Menschen für etwas lieben, was ich im Zweifelsfall gar nicht bin.<br>Wenn ich aber bin, wie ich bin, wenn ich aufhöre mich in Anpassungszwänge zu begeben, dann werde ich unweigerlich Ablehnung erfahren. Es wird Menschen geben, die mich nicht mögen. Einfach so, es muss nicht mal einen Grund dafür geben.<br>Früher wollte ich diesen Grund immer herausfinden. „Warum magst Du mich nicht, ich bin doch nett? Was muss ich tun oder sagen, damit du mich magst?“.<br>Aber wenn ich etwas tue oder sage, nur damit du mich magst, dann bin ich irgendwann nicht mehr authentisch. Übrigens auch etwas, was wir bei manchen Menschen spüren können: das Unechte.<br>Menschen, die mich mögen, weil ich mich ihnen anpasse, mögen in Wirklichkeit nicht mich. Und deshalb entsteht auch keine wirkliche Verbundenheit oder Zugehörigkeit.<br>Ich muss so sein, wie ich bin – und dabei Ablehnung riskieren – um die Menschen zu finden, mit denen ich mich verbunden fühlen kann. Und lernen, dass es eine Menge anderer Menschen gibt, die mich nicht mögen werden. Ich kann nicht von allen gemocht werden. Aber ich kann mich selbst beim Versuch von allen gemocht zu werden aufreiben und verlieren.</p>



<div id="kt-info-box_66b8e4-ac" class="wp-block-kadence-infobox"><a class="kt-blocks-info-box-link-wrap info-box-link kt-blocks-info-box-media-align-top kt-info-halign-center"><div class="kt-blocks-info-box-media-container"><div class="kt-blocks-info-box-media kt-info-media-animate-none"><div class="kadence-info-box-image-inner-intrisic-container" style="max-width:125px"><div class="kadence-info-box-image-intrisic kt-info-animate-none" style="padding-bottom:81%;height:0;width:300px;max-width:100%"><div class="kadence-info-box-image-inner-intrisic"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" src="https://i0.wp.com/kompasszeit.de/wp-content/uploads/2020/08/Logo_klein.png?resize=300%2C243&#038;ssl=1" alt="Kompasszeit Logo klein" width="300" height="243" class="kt-info-box-image wp-image-568 " srcset="https://i0.wp.com/kompasszeit.de/wp-content/uploads/2020/08/Logo_klein.png?resize=300%2C243&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/kompasszeit.de/wp-content/uploads/2020/08/Logo_klein.png?w=348&amp;ssl=1 348w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div></div></div></div></div><div class="kt-infobox-textcontent"><h2 class="kt-blocks-info-box-title">Riskiere Ablehnung!</h2><p class="kt-blocks-info-box-text">Sie ist manchmal schmerzhaft, gerade wenn es um Menschen geht, die wir sympathisch finden. Aber wenn du wirkliche Verbundenheit und Zugehörigkeit in deinem Leben haben möchtest, sei wie du bist und suche nach denen da draußen, die genau das gut finden.</p></div></a></div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">2. Peinlichkeiten riskieren</h2>



<p>Einer meiner besten Tage im letzten Jahr, war der Besuch im Kletterpark. Ich war schon oft da, aber ich bin nie mitgeklettert. Ich habe Höhenangst. Und außerdem bin ich übergewichtig, nicht besonders koordiniert und bestenfalls mittelmäßig sportlich. Ich lehnte immer ab zu klettern, obwohl ich es eigentlich gerne probiert hätte. Ich dachte, es würde furchtbar peinlich werden, wenn ich im niedrigsten Parkour irgendwann mich feste an irgendwas klammernd nicht mehr weiterkäme. Vermutlich würde es sowieso lächerlich aussehen, wenn ein dicker, ängstlicher Mensch sich kriechend über die Hindernisse quält.<br>Aber an diesem Tag fuhr ich hin und dachte: „ach Scheiß doch drauf. Und wenn ich nach zwei Metern wieder runter muss und es nicht schaffe, dann habe ich es wenigstens mal probiert. Und Menschen, die sich dann darüber lustig machen oder mich auslachen, die können mich mal kreuzweise. Wenn ihr nicht wisst, wie das ist, wenn man Angst hat, wirklich Angst, und wenn man sich wirklich etwas trauen muss und all seinen Mut zusammennehmen muss – dann spart euch eure dummen Sprüche und euren Spott, denn dann habt ihr kein Recht dazu. Dann seid ihr nur arme Wichte, empathielos und ätzend und das sagt mehr über euch aus, als über mich.“<br>Am Ende schaffte ich zwei von sieben Parcours. Ich war völlig fertig. Vor allem der zweite Parcour &#8211; in einer schwindelerregenden Höhe von 2Metern! – hatte alle meine Energie gefordert. Ich hatte Angst, ich klammerte mich fest, ich kroch auf allen vieren. Als ich runterkam war ich durchgeschwitzt, müde…und stolz…unglaublich stolz. Und niemand hatte gelacht. Oder ich bekam es nicht mit. Es wäre mir auch egal gewesen.<br>Die ätzendsten Kommentare kamen aber an diesem Tag nichtsdestotrotz von demjenigen, der sich selbst nicht traute. Er sagte Dinge wie „Du hältst den ganzen Laden auf“, wenngleich auch zu jemand anderem. Und es ist eigentlich symptomatisch. Ich meine, es ist ok, wenn du auf der Zuschauerbank sitzen bleibst – aber dann urteile nicht über die, die Peinlichkeit und Spott riskieren. Brené Brown formulierte es mal in etwa so: das Urteil von Menschen, die sich selbst nicht zeigen und in die Arena treten, sollten wir uns nicht zu Herzen nehmen. &nbsp;<br>Wenn wir Peinlichkeiten und Spott nicht riskieren, entgeht uns eine Menge Spaß. Wir haben Angst davor, dass uns der Spott und die Häme den Spaß kaputt machen. Und ja, es wird uns manchmal verletzen. Wie der mir unbekannte Mensch, der mir beim Joggen mal hinterherrief: „wenn du dünner werden willst, musst du aber schneller laufen. Schneller! Schneller!“.<br>Aber wir sollten nicht mit den Dingen aufhören, die uns peinlich oder unangenehm sein könnten, sondern mit den Menschen, die uns das Gefühl geben, es sollte uns peinlich sein. Wir sollten uns mit denen umgeben, die uns in so einer Situation anfeuern, ermutigen oder die zumindest Verständnis zeigen. Und die finden wir nur, wenn wir den peinlichen, gefährlichen, seltsamen, unbehaglichen Situationen nicht aus dem Weg gehen.</p>



<div id="kt-info-box_ff076b-f6" class="wp-block-kadence-infobox"><a class="kt-blocks-info-box-link-wrap info-box-link kt-blocks-info-box-media-align-top kt-info-halign-center"><div class="kt-blocks-info-box-media-container"><div class="kt-blocks-info-box-media kt-info-media-animate-none"><div class="kadence-info-box-image-inner-intrisic-container" style="max-width:125px"><div class="kadence-info-box-image-intrisic kt-info-animate-none" style="padding-bottom:81%;height:0;width:300px;max-width:100%"><div class="kadence-info-box-image-inner-intrisic"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" src="https://i0.wp.com/kompasszeit.de/wp-content/uploads/2020/08/Logo_klein.png?resize=300%2C243&#038;ssl=1" alt="Kompasszeit Logo klein" width="300" height="243" class="kt-info-box-image wp-image-568 " srcset="https://i0.wp.com/kompasszeit.de/wp-content/uploads/2020/08/Logo_klein.png?resize=300%2C243&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/kompasszeit.de/wp-content/uploads/2020/08/Logo_klein.png?w=348&amp;ssl=1 348w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div></div></div></div></div><div class="kt-infobox-textcontent"><h2 class="kt-blocks-info-box-title">Riskiere Peinlichkeiten!</h2><p class="kt-blocks-info-box-text">Lass Dir nicht den Mut nehmen von Menschen, die selbst keinen haben!</p></div></a></div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">3. Scheitern riskieren</h2>



<p>Meine Selbstständigkeit mit SEO&amp;Co, Kompasszeit, das Bücher schreiben…all das sind Dinge, mit denen ich scheitern könnte. Ich habe einen sicheren Job aufgegeben, um herauszufinden, was ich wirklich möchte und wer ich wirklich bin. Und es könnte schief gehen. Eines Tages, so spinnt es sich in meinem Kopf zusammen, wache ich vielleicht unter einer Brücke auf und mein innerer Kritiker wird brüllen: „Siehste! Hab ich dir doch gesagt!“.<br>Und manchmal denke ich, es wäre viel leichter gewesen, weiter zu machen. Mit dem sicheren Job und allem anderen. Denn manchmal ist es leichter zu leiden, als etwas zu verändern. Vor allem, wenn der Ausgang offen ist.<br>Mein Kopf malt auch aus, dass mich viele Menschen auslachen werden, wenn ich scheitere. Dass sie nicht sagen werden „wie mutig, dass du es versucht hast“, sondern dass sie sagen werden „das hättest du dir wirklich zweimal überlegen sollen“. Oder „das war von Anfang an eine Schnapsidee“.<br>Das könnte alles eintreten. Und unser Gehirn ist ja auch wirklich gut darin, die Ernstfälle zu proben. Wir sind Meister darin, uns schlechte Ausgänge auszumalen. Und wenn unser Gehirn all die schlechten Ausgänge durchdacht hat, wird es plötzlich unglaublich schwer überhaupt loszugehen. Es zu versuchen. Dabei kann unser Gehirn ein paar Dinge gar nicht gut durchspielen: welche Erfahrungen wir machen würden, trotz allem. Was wir lernen würden. Welche anderen Türen sich vielleicht öffnen würden. Wir sind darauf getrimmt, Scheitern als etwas durchgängig Schlechtes zu sehen, mit schlechten Konsequenzen. Als Schwäche. Als Versagen. Als einen Makel. Ein Misserfolg – und weil unser Gehirn so gerne Muster sieht vervollständigt es die gedankliche Reihe mit „einmal scheitern – immer scheitern“. Was die Bedrohung nur umso größer macht.<br>Aber es liegt ein Gewinn, eine unglaubliche Stärke im Scheitern. Das Scheitern zeugt von Mut. Wir müssen uns trauen zu scheitern. Wenn wir lernen wollen, wenn wir neue Wege einschlagen wollen, wenn wir etwas verändern wollen. Dann müssen wir uns trauen zu scheitern. Nur wer hinfällt, kann wieder aufstehen. Und in dem Aufstehen liegt vielleicht der Moment unserer größten Stärke. Manchmal dauert es vielleicht bis wir wieder aufstehen, das ist in Ordnung. Aber was nicht in Ordnung ist, einfach stehen zu bleiben und sich nicht zu trauen, den Weg zu beschreiten den man beschreiten möchte, weil man hinfallen könnte. Denn dann wirst du einen Teil deiner Stärken niemals kennen lernen.<br></p>



<div id="kt-info-box_949d53-70" class="wp-block-kadence-infobox"><a class="kt-blocks-info-box-link-wrap info-box-link kt-blocks-info-box-media-align-top kt-info-halign-center"><div class="kt-blocks-info-box-media-container"><div class="kt-blocks-info-box-media kt-info-media-animate-none"><div class="kadence-info-box-image-inner-intrisic-container" style="max-width:125px"><div class="kadence-info-box-image-intrisic kt-info-animate-none" style="padding-bottom:81%;height:0;width:300px;max-width:100%"><div class="kadence-info-box-image-inner-intrisic"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" src="https://i0.wp.com/kompasszeit.de/wp-content/uploads/2020/08/Logo_klein.png?resize=300%2C243&#038;ssl=1" alt="Kompasszeit Logo klein" width="300" height="243" class="kt-info-box-image wp-image-568 " srcset="https://i0.wp.com/kompasszeit.de/wp-content/uploads/2020/08/Logo_klein.png?resize=300%2C243&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/kompasszeit.de/wp-content/uploads/2020/08/Logo_klein.png?w=348&amp;ssl=1 348w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div></div></div></div></div><div class="kt-infobox-textcontent"><h2 class="kt-blocks-info-box-title">Riskiere Scheitern!</h2><p class="kt-blocks-info-box-text">Die Gelegenheiten zu Scheitern und dann Stärke zu beweisen, die sind begrenzt. Das Leben ist endlich. Die Gelegenheiten ziehen vorüber und eines Tages wirst du dich vielleicht fragen, ob es nicht doch besser gewesen wäre, dieses oder jenes mal zu versuchen. Geh und scheitere und dann steh auf und geh weiter!</p></div></a></div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Das waren die 3 Dinge im  Leben, die wir riskieren sollten. Ich feuere jeden da draußen an, der den Mut aufbringt Neues zu wagen. Jeden, der wieder aufsteht, egal wie schwer es manchmal ist. Und es kann verdammt schwer sein, das weiß ich. Mit psychischen Krankheiten wird es sogar manchmal noch mal schwerer, wenn der Kopf einfach gar keine positiven möglichen Ausgänge sehen kann. Aber es ist nicht das Scheitern, dass Angst machen sollte. Sondern das Gefühl, dass man bekommt, wenn man es nicht versucht.</p>



<div class="wp-block-kadence-spacer aligncenter kt-block-spacer-_0549bd-3e"><div class="kt-block-spacer kt-block-spacer-halign-center" style="height:60px"><hr class="kt-divider" style="border-top-color:rgba(252, 185, 0, 1);border-top-width:1px;width:80%;border-top-style:solid"/></div></div>



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		<title>Sagen was ich will!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Annette (KompassZeit)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2020 09:48:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Selbsterfahrung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://kompasszeit.de/sagen-was-ich-will">Sagen was ich will!</a> erschien zuerst auf <a href="https://kompasszeit.de">Kompasszeit</a>.</p>
<p>In den beiden letzten Beiträgen ging es darum Nein zu sagen oder Dinge nicht zu tun oder durchzuhalten, die man nicht möchte. Etwas abzulehnen ist allerdings etwas ganz anderes als zu sagen, was ich will. Jemand anderem mitzuteilen, was ich gerade möchte, was ich brauche oder was nicht, das kann manchmal noch schwerer sein, als einfach Nein zu sagen. Nach etwas zu fragen ist manchmal schwieriger als auf eine Frage zu antworten, weil die Frage mehr von mir verraten könnte als eine wohlüberlegte Antwort. Es verlangt außerdem noch eigene Initiative. Fragen geben etwas von uns preis. Das kann schwierig sein und ist gleichzeitig manchmal notwendig. Wer kennt solche Situationen nicht? Sieht er denn nicht, dass es mir schlecht geht? Merkt sie nicht, dass ich gerade meine Ruhe haben will? Könnte sie mich nicht einfach in den Arm nehmen? Spürt er nicht, dass ich mich allein fühle? Merken die anderen nicht, dass ich überfordert bin? Könnte mir nicht jemand Hilfe anbieten? Andere können nicht hellsehen Die einfache Antwort auf all diese Fragen, die vermutlich jedem in der ein oder anderen Form schon mal durch den Kopf gegangen sind, lautet: Nein!Sofern mein Gegenüber nicht im Laufe seines Lebens die Gabe der Gedanken- oder Gefühlsübertragung oder Hellseherei entwickelt hat, kann niemand wissen, wie ich mich gerade fühle und was ich gerne möchte. Ich muss sagen, was ich will.Manchmal ist das schwierig zu akzeptieren, gerade wenn man sich wirklich schon lange kennt. Frei nach dem Motto: Wir sind jetzt 50 Jahre verheiratet, der weiß doch sicher, wie ich aussehe, wenn es mir nicht gut geht. Oft merken unsere Partner es tatsächlich, reagieren dann aber nicht wie gewünscht und wir sind enttäuscht. Sagen, was ich will heißt dieser Enttäuschung keinen Raum zu geben. Heißt aber auch, den Mut zu haben sich gut um sich selbst zu kümmern. Und es heißt, sich im Zweifelsfall für das Zulassen der eigenen Verletzlichkeit zu entscheiden. Falsche Ideale Es kann schwierig sein nach den Dingen zu fragen, die ich gerade brauche. Das gilt sowohl in der Partnerschaft, in Freundschaften oder in Familien. Ebenfalls schwierig ist es auch am Arbeitsplatz. Zugeben, dass man etwas nicht schafft und Hilfe braucht? Dass man überfordert ist? Oder, dass man ein Problem nicht allein lösen kann? Das ist alles andere als einfach in unserer Leistungsgesellschaft, in der Unabhängigkeit, Eigenverantwortung und die sogenannte „Hands-On-Mentalität“ die erstrebenswerten Ideale sind. In der Fehler auch lieber vertuscht als offen aufgearbeitet werden. Niemand will den Kunden, den Arbeitsplatz oder das Ansehen verlieren. Lieber verlieren wir die Fähigkeit uns zu schützen: vor Burn-Out und psychischen oder körperlichen Erkrankungen. Folgen des Schweigens Aber auch in Partnerschaften kann das Äußern von Wünschen oder Bedürfnissen eine Überwindung sein. Bin ich der gewohnheitsmäßige „Fels in der Brandung“, dann ist es vielleicht schwer zuzugeben, dass der Fels auch mal aufgefangen werden möchte, weil er gerade untergeht. Gerade, wenn mit dem Äußern von Bedürfnissen das Raustreten aus gewohnten Rollenmustern verbunden ist, braucht es Mut.Die Folgen des Schweigens sind oft Unzufriedenheit, Enttäuschung oder Frust, vor allem in Beziehungen. Warum hörst Du mich nicht? Warum siehst Du mich nicht? – die Antwort lautet viel zu oft: weil wir nichts sagen oder fragen und uns nicht zeigen. Nicht mit dem, was wir wirklich wollen oder wie wir uns wirklich fühlen. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Aus beinah jahrelanger Unzufriedenheit mit meiner Beziehung.Meine Partnerin reagierte falsch, tat Falsches, sagte Falsches. Aber ich machte es ihr auch nicht leichter. Statt anzufangen zu sagen, was ich möchte und brauchte – und zwar im jeweiligen Moment und nicht in irgendeiner Generalitätsdebatte (also nicht: „du bist immer so unaufmerksam“ oder etwas in der Art…) Sagen was ich will &#8211; in Partnerschaften Manches ist in einer Beziehung gar nicht so leicht auszusprechen. Was mir beispielsweise mit am schwersten viel zu sagen war u.a. „Ich brauche Zeit für mich, ich möchte allein sein“. Ich wollte meiner Partnerin nicht vor den Kopf stoßen, wollte nicht abweisend sein. Und war gleichzeitig dann oft so genervt und schlecht gelaunt, dass das Nicht-Kommunizieren meines Bedürfnisses einen viel negativeren Effekt hatte als das Kommunizieren.Das ist auch die wichtigste Erkenntnis, sowohl im Arbeitsleben als auch in privaten Beziehungen: es wird nichts besser dadurch, dass ich nicht sage, was ich will oder brauche. Und wenn doch, dann ist es ein großer Zufall, auf dessen Wiederholung wir lange warten können. Heute sage ich, wenn ich Zeit für mich brauche. Und meine Partnerin, weiß, dass das rein gar nichts mit ihr zu tun hat, sondern nur mit mir. Ich bekomme was ich brauche und bin ein entspannterer Mensch. Sagen, was ich will &#8211; nicht darauf zu hoffen, dass ich „gelesen“ werde und nicht auf den Zufall zu warten – bringt in den meisten Fällen ein positives Ergebnis. Bedürfnisse aussprechen bringt Klarheit Dafür gibt es mehr als dieses eine Beispiel. Ich kann ebenso aus eigener Erfahrung sagen: es wir leichter, je öfter man es praktiziert. Und es macht es ebenfalls einfacher, wenn man auf der Gegenseite steht. Wenn ich nicht Mutmaßungen darüber anstellen muss, „was denn jetzt schon wieder los ist“. Wann immer mir Menschen klar sagen, was sie brauchen oder wollen, kann ich ebenso klar und angemessen darauf reagieren. Was damit auch automatisch aufhört ist die nagende Stimme, die mich im Inneren fragt: „hab ich grad was Falsches gesagt?“ oder „hab ich grad was Falsches getan?“.Sätze wie „Ich bin so traurig und könnte eine Umarmung brauchen“ lassen keinen Raum für Zweifel. Genauso wenig Sätze wie „Ich finde es schön, dass Du anrufst, aber ich bin sehr müde und ich habe gerade gar keine Lust zu reden. Bitte lass uns morgen telefonieren“. Wird man von ihnen verletzt oder verunsichert? Nein, im Gegenteil, sie sind einfacher zu handhaben als das Gefühl, dass ich gespiegelt bekomme, wenn ich jemanden störe. Wenn ich sage, was ich will, schaffe ich damit Klarheit. Für mich und für andere. Ich sorge damit für mich und übernehme Verantwortung für mich. Und gehe gleichzeitig auch sorgsam mit Anderen um, denn ich lasse sie nicht raten, nicht zweifeln, vermeide Missverständnisse und verunsichere sie nicht. Schreibe mir gerne einen Kommentar und erzähle mir von Deinen Erfahrungen mit dem Äußern von Bedürfnissen. Fällt es Dir leicht? Oder bist Du noch im Training?Du kannst mir auch gerne auf Instagram oder Facebook folgen!Auch diesen Text findest Du unter Downloads als PDF zum kostenlosen Herunterladen.</p>
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<p>In den beiden letzten Beiträgen ging es darum <a href="https://kompasszeit.de/reziprozitat" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nein zu sagen</a> oder <a href="https://kompasszeit.de/grenzen-setzen-das-nichtdurchhaltevermoegen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dinge nicht zu tun oder durchzuhalten, die man nicht möchte</a>. Etwas abzulehnen ist allerdings etwas ganz anderes als zu sagen, was ich will. Jemand anderem mitzuteilen, was ich gerade möchte, was ich brauche oder was nicht, das kann manchmal noch schwerer sein, als einfach Nein zu sagen.<br><br>Nach etwas zu fragen ist manchmal schwieriger als auf eine Frage zu antworten, weil die Frage mehr von mir verraten könnte als eine wohlüberlegte Antwort. Es verlangt außerdem noch <strong>eigene Initiative</strong>. Fragen geben etwas von uns preis. Das kann schwierig sein und ist gleichzeitig manchmal notwendig.<br><br>Wer kennt solche Situationen nicht?</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Sieht er denn nicht, dass es mir schlecht geht?</li><li>Merkt sie nicht, dass ich gerade meine Ruhe haben will?</li><li>Könnte sie mich nicht einfach in den Arm nehmen?</li><li>Spürt er nicht, dass ich mich allein fühle?</li><li>Merken die anderen nicht, dass ich überfordert bin?</li><li>Könnte mir nicht jemand Hilfe anbieten?</li></ul>



<h2 class="wp-block-heading">Andere können nicht hellsehen</h2>



<p>Die einfache Antwort auf all diese Fragen, die vermutlich jedem in der ein oder anderen Form schon mal durch den Kopf gegangen sind, lautet: <strong>Nein!</strong><br>Sofern mein Gegenüber nicht im Laufe seines Lebens die Gabe der Gedanken- oder Gefühlsübertragung oder Hellseherei entwickelt hat, kann niemand wissen, wie ich mich gerade fühle und was ich gerne möchte. <strong>Ich muss sagen, was ich will.</strong><br>Manchmal ist das schwierig zu akzeptieren, gerade wenn man sich wirklich schon lange kennt. Frei nach dem Motto: Wir sind jetzt 50 Jahre verheiratet, der weiß doch sicher, wie ich aussehe, wenn es mir nicht gut geht. Oft merken unsere Partner es tatsächlich, reagieren dann aber nicht wie gewünscht und wir sind enttäuscht.</p>



<p>Sagen, was ich will heißt dieser Enttäuschung keinen Raum zu geben. Heißt aber auch, den Mut zu haben sich gut um sich selbst zu kümmern. Und es heißt, sich im Zweifelsfall für das Zulassen der eigenen <strong>Verletzlichkeit</strong> zu entscheiden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Falsche Ideale</h2>



<p>Es kann schwierig sein nach den Dingen zu fragen, die ich gerade brauche. Das gilt sowohl in der Partnerschaft, in Freundschaften oder in Familien. Ebenfalls schwierig ist es auch am Arbeitsplatz. Zugeben, dass man etwas nicht schafft und Hilfe braucht? Dass man überfordert ist? Oder, dass man ein Problem nicht allein lösen kann? Das ist alles andere als einfach in unserer Leistungsgesellschaft, in der Unabhängigkeit, Eigenverantwortung und die sogenannte „Hands-On-Mentalität“ die erstrebenswerten Ideale sind. In der Fehler auch lieber vertuscht als offen aufgearbeitet werden. Niemand will den Kunden, den Arbeitsplatz oder das Ansehen verlieren. Lieber verlieren wir die Fähigkeit uns zu schützen: vor Burn-Out und psychischen oder körperlichen Erkrankungen.</p>



<div id="kt-info-box_efbce3-d3" class="wp-block-kadence-infobox"><a class="kt-blocks-info-box-link-wrap info-box-link kt-blocks-info-box-media-align-top kt-info-halign-center" href=","><div class="kt-blocks-info-box-media-container"><div class="kt-blocks-info-box-media kt-info-media-animate-none"><div class="kadence-info-box-image-inner-intrisic-container" style="max-width:125px"><div class="kadence-info-box-image-intrisic kt-info-animate-none" style="padding-bottom:81%;height:0;width:300px;max-width:100%"><div class="kadence-info-box-image-inner-intrisic"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" src="https://i0.wp.com/kompasszeit.de/wp-content/uploads/2020/09/Logo_klein.png?resize=300%2C243&#038;ssl=1" alt="logo_kompasszeit_klein" width="300" height="243" class="kt-info-box-image wp-image-792 " srcset="https://i0.wp.com/kompasszeit.de/wp-content/uploads/2020/09/Logo_klein.png?resize=300%2C243&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/kompasszeit.de/wp-content/uploads/2020/09/Logo_klein.png?w=348&amp;ssl=1 348w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div></div></div></div></div><div class="kt-infobox-textcontent"><h2 class="kt-blocks-info-box-title">Mögliche Gründe nicht zu sagen,<br/> was man will:</h2><p class="kt-blocks-info-box-text">&#8211; Ich möchte andere nicht um Hilfe bitten und abhängig sein<br/>&#8211; Ich möchte nicht für egoistisch gehalten werden<br/>&#8211; Ich traue mich nicht<br/>&#8211; Mein Wunsch kann mir eh keiner erfüllen<br/>&#8211; Ich erwarte, dass man meine Wünsche bereits kennt<br/>&#8211; Ich will meine Wünsche nicht wiederholt äußern<br/>&#8211; Ich möchte mein Gegenüber nicht in Verlegenheit bringen<br/>&#8211; Ich habe Angst für schwach gehalten zu werden</p></div></a></div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Folgen des Schweigens</h2>



<p>Aber auch in Partnerschaften kann das Äußern von Wünschen oder Bedürfnissen eine Überwindung sein. Bin ich der gewohnheitsmäßige „Fels in der Brandung“, dann ist es vielleicht schwer zuzugeben, dass der Fels auch mal aufgefangen werden möchte, weil er gerade untergeht. Gerade, wenn mit dem Äußern von Bedürfnissen das Raustreten aus gewohnten Rollenmustern verbunden ist, braucht es <strong>Mut</strong>.<br>Die Folgen des Schweigens sind oft Unzufriedenheit, Enttäuschung oder Frust, vor allem in Beziehungen. Warum hörst Du mich nicht? Warum siehst Du mich nicht? – die Antwort lautet viel zu oft: weil wir nichts sagen oder fragen und uns nicht zeigen. Nicht mit dem, was wir wirklich wollen oder wie wir uns wirklich fühlen.<br><br>Ich spreche aus eigener Erfahrung. Aus beinah jahrelanger Unzufriedenheit mit meiner Beziehung.<br>Meine Partnerin reagierte falsch, tat Falsches, sagte Falsches. Aber ich machte es ihr auch nicht leichter. Statt anzufangen zu sagen, was ich möchte und brauchte – und zwar im jeweiligen Moment und nicht in irgendeiner Generalitätsdebatte (also nicht: „du bist immer so unaufmerksam“ oder etwas in der Art…)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sagen was ich will &#8211; in Partnerschaften</h2>



<p>Manches ist in einer Beziehung gar nicht so leicht auszusprechen. Was mir beispielsweise mit am schwersten viel zu sagen war u.a. „Ich brauche Zeit für mich, ich möchte allein sein“. Ich wollte meiner Partnerin nicht vor den Kopf stoßen, wollte nicht abweisend sein. Und war gleichzeitig dann oft so genervt und schlecht gelaunt, dass das Nicht-Kommunizieren meines Bedürfnisses einen viel negativeren Effekt hatte als das Kommunizieren.<br>Das ist auch die wichtigste Erkenntnis, sowohl im Arbeitsleben als auch in privaten Beziehungen: es wird nichts besser dadurch, dass ich nicht sage, was ich will oder brauche. Und wenn doch, dann ist es ein großer Zufall, auf dessen Wiederholung wir lange warten können.<br><br>Heute sage ich, wenn ich Zeit für mich brauche. Und meine Partnerin, weiß, dass das rein gar nichts mit ihr zu tun hat, sondern nur mit mir. Ich bekomme was ich brauche und bin ein entspannterer Mensch. Sagen, was ich will &#8211; nicht darauf zu hoffen, dass ich „gelesen“ werde und nicht auf den Zufall zu warten – bringt in den meisten Fällen ein positives Ergebnis.</p>



<div id="kt-info-box_415289-5e" class="wp-block-kadence-infobox"><a class="kt-blocks-info-box-link-wrap info-box-link kt-blocks-info-box-media-align-top kt-info-halign-center"><div class="kt-blocks-info-box-media-container"><div class="kt-blocks-info-box-media kt-info-media-animate-none"><div class="kadence-info-box-image-inner-intrisic-container" style="max-width:125px"><div class="kadence-info-box-image-intrisic kt-info-animate-none" style="padding-bottom:81%;height:0;width:300px;max-width:100%"><div class="kadence-info-box-image-inner-intrisic"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" src="https://i0.wp.com/kompasszeit.de/wp-content/uploads/2020/08/Logopur.png?resize=300%2C243&#038;ssl=1" alt="Kompasszeit Logo" width="300" height="243" class="kt-info-box-image wp-image-511 " srcset="https://i0.wp.com/kompasszeit.de/wp-content/uploads/2020/08/Logopur.png?resize=300%2C243&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/kompasszeit.de/wp-content/uploads/2020/08/Logopur.png?w=696&amp;ssl=1 696w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div></div></div></div></div><div class="kt-infobox-textcontent"><h2 class="kt-blocks-info-box-title">Tipps: Wie sage ich, was ich will</h2><p class="kt-blocks-info-box-text">&#8211; Möglichst klar formulieren, mit Ich-Sätzen (Ich möchte&#8230;, Ich will&#8230;, Ich fühle mich&#8230;, Ich brauche&#8230;)<br/>&#8211; Keine Vorwürfe, sie führen meist zu Streit ( Du machst&#8230;, Wieso kannst du nicht?&#8230;, Sei doch einfach mal&#8230;)<br/>&#8211; Ruhig auch sagen, dass es schwierig ist, um etwas zu bitten.<br/>&#8211; Sich in das Gegenüber hineinfühlen, Ablehnungen akzeptieren (auf den eigenen Mut konzentrieren und stolz sein, nicht darauf, dass es nicht geklappt hat)</p></div></a></div>



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<div class="wp-block-kadence-advancedbtn kt-btn-align-center kt-btn-tablet-align-inherit kt-btn-mobile-align-inherit kt-btns-wrap kt-btns_4e3773-50"><div class="kt-btn-wrap kt-btn-wrap-0"><a class="kt-button button kt-btn-0-action kt-btn-size-standard kt-btn-style-basic kt-btn-svg-show-always kt-btn-has-text-true kt-btn-has-svg-false" href="https://www.gewaltfrei-online.de/wozu-gewaltfreie-kommunikation/" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow"><span class="kt-btn-inner-text">Link/Empfehlung: Informiere Dich über gewaltfreie Kommunikation.</span></a></div></div>



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<h2 class="wp-block-heading">Bedürfnisse aussprechen bringt Klarheit</h2>



<p>Dafür gibt es mehr als dieses eine Beispiel. Ich kann ebenso aus eigener Erfahrung sagen: es wir leichter, je öfter man es praktiziert. Und es macht es ebenfalls einfacher, wenn man auf der Gegenseite steht. Wenn ich nicht Mutmaßungen darüber anstellen muss, „was denn jetzt schon wieder los ist“. Wann immer mir Menschen klar sagen, was sie brauchen oder wollen, kann ich ebenso klar und angemessen darauf reagieren. Was damit auch automatisch aufhört ist die nagende Stimme, die mich im Inneren fragt: „hab ich grad was Falsches gesagt?“ oder „hab ich grad was Falsches getan?“.<br>Sätze wie „Ich bin so traurig und könnte eine Umarmung brauchen“ lassen keinen Raum für Zweifel. Genauso wenig Sätze wie „Ich finde es schön, dass Du anrufst, aber ich bin sehr müde und ich habe gerade gar keine Lust zu reden. Bitte lass uns morgen telefonieren“. Wird man von ihnen verletzt oder verunsichert? Nein, im Gegenteil, sie sind einfacher zu handhaben als das Gefühl, dass ich gespiegelt bekomme, wenn ich jemanden störe.<br><br>Wenn ich sage, was ich will, schaffe ich damit Klarheit. Für mich und für andere. Ich sorge damit für mich und übernehme Verantwortung für mich. Und gehe gleichzeitig auch sorgsam mit Anderen um, denn ich lasse sie nicht raten, nicht zweifeln, vermeide Missverständnisse und verunsichere sie nicht.<br></p>



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<p>Schreibe mir gerne einen Kommentar und erzähle mir von Deinen Erfahrungen mit dem Äußern von Bedürfnissen. Fällt es Dir leicht? Oder bist Du noch im Training?<br>Du kannst mir auch gerne auf <a href="https://www.instagram.com/kompasszeit/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Instagram</a> oder <a href="https://www.facebook.com/kompasszeit/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Facebook</a> folgen!<br>Auch diesen Text findest Du unter <a href="https://kompasszeit.de/downloads">Downloads</a> als PDF zum kostenlosen Herunterladen.<br></p>



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