• Tafel: Einfach nein sagen
    Achtsamkeit & Selbstfürsorge,  Wissen & Informationen

    Reziprozität – Warum wir so schlecht Nein sagen können

    In unserem Alltag halten wir Menschen uns an unterschiedliche soziale Regeln. Das macht in den allermeisten Fällen Sinn, schließlich wollen wir ein freundliches Miteinander und wir wollen vor allem auch Sicherheit im Umgang mit anderen. Manche Regeln allerdings sind für andere ausnutzbar bzw. wir selbst verlieren einen gesunden Bezug zu diesen notwendigen Prinzipien. Reziprozität ist eine dieser Regeln. Sie bezeichnet die Gegenseitigkeit im sozialen Miteinander. Anders gesagt: „wie du mir, so ich dir“.Ein typisches Beispiel, das wohl jeder kennt: Freunden beim Umzug helfen. Haben uns Freunde beim Umzug geholfen, werden sie wahrscheinlich erwarten, dass wir ihnen auch helfen. Und umgekehrt:…

  • verletzliches Kind mit Teddy, Sinnbild Verletzlichkeit
    Achtsamkeit & Selbstfürsorge,  Selbsterfahrung

    Die eigene Verletzlichkeit annehmen

    Die meisten Menschen würden, fragte man sie, sich wohl lieber groß, stark und unabhängig fühlen wollen, anstatt klein und verletzlich. Und die meisten Menschen nehmen, wie ich, ungeheure Anstrengungen auf sich, um dem Gefühl von Verletzlichkeit zu entgehen. Jede Maßnahme, die wir dabei ergreifen, soll uns dabei noch stärker machen, noch resilienter, noch unabhängiger. Unser kleines Boot auf dem großen Ozean soll möglichst dicke Wände haben, die Segel verstärkt und der Steuermann mit allen Fähigkeiten ausgestattet, die es braucht, um uns durch eventuelle Stürme und Schlechtwetterlagen zu manövrieren. Vermeidung von Verletzlichkeit durch Wissen Und das Repertoire an Vermeidungsstrategien ist groß.…

  • "Trust yourself" Schriftzug Selbstvertrauen Selbstliebe
    Achtsamkeit & Selbstfürsorge,  Selbsterfahrung

    Kündigung aus Selbstliebe – ein Plädoyer und eine Erklärung

    Ich bin in einem Zeitraum aufgewachsen und sozialisiert worden, in dem ein Wandel im Denken in Bezug auf Arbeitslosigkeit stattgefunden hat. In dem man auch nicht mehr arbeitslos wurde, sondern arbeitssuchend. Ein Zeitraum, in dem Zeitungen wie die „Bild“ damit aufmachten, dass der ein oder andere Arbeitslose ein vermeintlich entspanntes Leben auf sonnigen Inseln führte – auf Kosten der Allgemeinheit. Der Arbeitslose steht seitdem stets in Verdacht in Wirklichkeit einfach nur faul zu sein.  Und damit einher gilt auch die allgemeine Regel: man kündigt nicht selbst. Diese Regel wird auch noch dadurch zementiert, dass einem im Regelfall Sperrzeiten bei der…