Lies-ein-Buch-Tag Beispielsbild mit Buch und Kerze
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“Lies-ein-Buch-Tag”- Buchempfehlung: Brené Brown

geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Zum „Lies-ein-Buch-Tag“ (6.September) möchte ich Euch
eine Buchempfehlung mit auf den Weg geben.

Vorab: was ist der Lies-ein-Buch-Tag?

Der Lies-ein-Buch-Tag kommt – wie so viele „Feiertage“ – wohl ursprünglich aus den USA (national read a book day). Warum genau er am 6. September begangen wird ist ebenso unklar wie die Antwort auf die Frage, wer ihn erfunden hat. Angeblich war die Urheberin eine Bibliothekarin, die Kinder zum Lesen bewegen wollte.
Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich so einen Tag nicht zwingend brauche, um mich daran zu erinnern, wie gut es sein kann, mal in Ruhe wieder ein Buch zu lesen, aber ich gebe zu, dass gerade während meiner Depression es mir schwerer gefallen ist mich daran zu erinnern. So oder so ist es ein guter Anlass für eine Buchempfehlung zum Lies-ein-Buch-Tag und für den Appell: Lest mehr Bücher! Denn schon Voltaire sagte: „Lesen ist für die Seele“.

Buchempfehlung: Brené Brown – Die Gaben der Unvollkommenheit

Das Buch erschien vor 10 Jahren unter dem englischsprachigen Titel „The gifts of imperfection“ das erste Mal, feiert also in diesem Jahr ein Erscheinungsjubiläum. Ich selbst habe es 2019 das erste Mal gelesen, es war mein erstes Buch von Brené Brown. Aber, so viel darf ich verraten, es ist nicht mein letztes geblieben. Deshalb kommt diese Buchempfehlung auch von Herzen (und ist somit natürlich auch freiwillig und unbezahlt).

Über die Autorin

Brené Brown hat an der Universität in Texas Sozialarbeit studiert und fing später an das Thema „Scham“ zu erforschen. Heute lehrt sie an der Universität von Houston.
Den meisten Menschen ist sie 2010 bekannt geworden mit ihrem TED Talk, den sie in Houston gehalten hat und der inzwischen einer der meistgeteilten TED Talks der Welt ist (fast 50 Millionen Abrufe). Wer die TED Talks von Brené Brown tatsächlich noch nicht kennt, kann den beiden untenstehenden Links folgen. Die Vorträge sind in Englisch, aber deutsche Untertitel sind verfügbar.


Über „Die Gaben der Unvollkommenheit“:

Im Kern geht es in dem Buch um Perfektionismus und um Scham. Dass uns das Gefühl, dass wir nicht gut genug sind oft davon abhält uns zugehörig und verbunden zu fühlen und vor allem „aus vollem Herzen zu leben“.
Dabei schreibt Brené Brown in einem gut lesbaren und charmanten Ton über Probleme mit dem Selbstwert, Mut und Scham aus einer persönlichen Perspektive. Bereits auf den ersten Seiten beschreibt sie durchaus humorvoll, wie schwierig es war mit den Erkenntnissen aus der eigenen Forschung umzugehen, zu welchen schmerzhaften Selbsterkenntnissen das geführt hat und wie ihr erst eine Therapie dabei geholfen hat, ihre eigenen Erkenntnisse für sich selbst umzusetzen.
Diese Erkenntnisse finden sich dann auch in „Die Gaben der Unvollkommenheit“. Auf rund 200 Seiten beschreibt Brown eindringlich, doch stets positiv, wie uns Scham, Perfektionismus und das Gefühl von Unvollkommenheit im Weg stehen und oft auch ein Verhalten hervorbringt, dass uns wiederum in unserer Scham bestärkt. Sie gibt letztlich 10 Ratschläge – im Buch Wegweiser genannt – was uns helfen kann Liebe, Zugehörigkeit und Genug-Sein zu erfahren.
Zwar hat man vieles davon sicherlich bereits schon mal irgendwo gehört oder gelesen, aber meiner Meinung nach selten so nachvollziehbar, humorvoll und dennoch mit viel Forschungswissen gepaart.
Zu den Wegweisern gehören (jeweils auf 8 bis 20 Seiten) Themen wie etwa: Authentizität, Selbstmitgefühl, Dankbarkeit, Widerstandskraft und Kreativität. Das alles ohne esoterischen Überbau, sondern menschlich und bodenständig.

Warum diese Buchempfehlung?

Brené Brown behandelt in ihrem Buch „Die Gaben der Unvollkommenheit“ viele Themen, die mich aktuell auch beschäftigen oder berühren. Die Frage beispielsweise danach, wie man den Mut findet mehr man selbst zu sein.  

Dazu schreibt Brown unter anderem in ihrem Buch:


„Authentizität ist nicht immer die sicherste Wahl. Manchmal geht es bei der Entscheidung echt zu sein statt gemocht zu werden, genau darum, nicht auf Nummer sicher zu gehen. Es bedeutet, die Komfortzone zu verlassen. […] Das Problem dabei ist: Wir dürfen uns nicht gegen Verletzungen und Kränkungen immun machen. Mutig zu sein bedeutet, dass wir unsere Geschichte erzählen und nicht, dass wir uns einen harten Panzer zulegen.“

Brené Brown, Die Gaben der Unvollkommenheit


Gemessen an der Seitenanzahl ist das Buch nicht ganz billig (17,95€), aber wer es, wie ich, mehrmals liest, wird den Preis wahrscheinlich als angemessen empfinden. Da Brené Brown inzwischen sehr bekannt ist, haben es wahrscheinlich viele Buchläden im Regal vorrätig, ansonsten kann man es aber auch in jeder Buchhandlung einfach bestellen. Übrigens kosten Bücher dank der Buchpreisbindung überall dasselbe, man kann also auch mal bei einem kleinen oder regionalen Buchhändler mit gutem Gewissen bestellen.

Ich wünsche Euch abschließend einen schönen „Lies-ein-Buch-Tag“ und vor allem viel Freude beim Lesen! Sei es bei dieser Buchempfehlung oder einem anderen Buch. Du kannst mir auch gerne in den Kommentaren Deine persönliche Buchempfehlung hinterlassen oder mir schreiben, wie Du „Die Gaben der Unvollkommenheit“ fandest. Ich freue mich auf Deine Rückmeldung.
Und natürlich kannst Du mir auch weiterhin auf Facebook oder Instagram folgen.

Hab einen feinen Tag!
Annette

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Annette (KompassZeit)

43 Jahre alt, norddeutsch, verheiratet. Dem inneren Kompass folgend, lebend aus vollem Herzen.

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